Arbeiten in Dänemark

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In Dänemark zu leben, gilt unter Deutschen bislang noch als Geheimtipp. Doch auch dieses kleine skandinavische Land sucht Fachkräfte. Die Wirtschaft wächst und die Arbeitslosenquote liegt bei schmalen 3,8 Prozent. Grund sind einschneidende Wirtschaftsreformen der 1990er Jahre, die mittlerweile fruchten.

Natürlich ist es immer ratsam, die Landessprache zu lernen, bevor man die Grenzen wechselt. Mit dem richtigen Sprachkurs (z.B. Uni, VHS) sollte das auch kein Problem sein. Schließlich ist die Nähe zur deutschen Sprache nicht zu leugnen.

Die Einreise nach Dänemark

Abgesehen davon: In der ersten Zeit reichen meistens schon Grundkenntnisse für Smalltalk und tägliche Begegnungen. Der Rest lässt sich notfalls auch mit Englisch bestreiten.

Als EU-Bürger dürfen Sie selbstverständlich nach Dänemark ohne Visum einreisen. Sie benötigen keine Aufenthaltsgenehmigung oder Arbeitserlaubnis. Nur, wenn Sie länger als sechs Monate dort arbeitslos sind, brauchen Sie  eine Aufenthaltsgenehmigung.

Wegen der EU-Bestimmungen sollte das allerdings kein Problem sein. Diese Erlaubnis gilt normalerweise fünf Jahre. Allerdings müssen Sie innerhalb nachweisen, dass Sie einer geregelten Arbeit nachgehen und nicht auf Sozialhilfe angewiesen ist.

Arbeitssuche und Arbeitsmarkt in Dänemark

In Dänemark gibt es eine starke Nachfrage nach ausländischen Fachkräften, so z.B. nach Ingenieuren und Handwerkern, Ärzten, Baufachleuten und Köchen. Zuweilen werben Unternehmen gezielt deutsche Arbeitskräfte in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze, mit kostenlosen Bussen und Informationstagen.

Die Skandinavier gelten zwar im Allgemeinen als liberale und höfliche Zeitgenossen, dennoch ist der dänische Arbeitsmarkt straff organisiert, mit vielen Gesetzen und Vorschriften. Die öffentliche Arbeitsverwaltung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsmarktpolitik Dänemarks. Von ihr werden Dienstleistungen, wie Vermittlung, Beratung und Betreuung Arbeitsuchender erbracht.

Seit 2007 gibt es einschneidende Änderungen in der Verwaltung: Die Institutionen für Arbeitsuchende heißen jetzt Arbeitsvermittlungszentralen. Sie wurden dezentraliert, darüber hinaus sind sie in privater Hand. Für EU-Bürger auf Arbeitssuche sind sie die ersten Anlaufstelle in Dänemark.

Sozialversicherung in Dänemark

Die staatliche Krankenversicherung steht jedem Einwohner zur Verfügung. Das heißt, sie müssen sich nicht extra anmelden. Stattdessen bekommen Sie einen Krankenversicherungsausweis gleich nach dem Umzug bei der zuständigen Gemeindeverwaltung.

Damit haben Sie automatisch Anspruch auf Krankenfürsorge. Die Sozialversicherung für Arbeitnehmer beinhaltet eine Versicherung gegen Krankheit bzw. Arbeitsunfähigkeit. Darüber hinaus gibt es in Dänemakr eine freiwillige private Arbeitslosenversicherung.

Rentenversicherung, Arbeitsunfähigkeitsrente und Familienleistungen stehen ohnehin allen in Dänemark lebenden Menschen zu.

Weitergehende Links

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