Vorbereitung auf einen Wohnmobil Urlaub

Bei der Urlaubsplanung verbringen viele Leute Zeit damit, nicht nur das Ziel, sondern auch die richtige Unterkunft auf Reisen zu finden. “Camping, Hotel oder Ferienhaus?” sind Aspekte die gründlich überlegt sein wollen. Unser Tipp: Fahren Sie doch einfach, wohin Sie wollen, und: nehmen Sie dabei ihr Haus gleich mit.

Wie das geht? Ganz einfach: Mit einem Wohnmobil. Welche Modelle es gibt, worin sich die einzelnen Camper unterscheiden und was Sie beachten müssen, wenn Sie sich ein Wohnmobil im Urlaub mieten wollen, lesen Sie hier:

Urlaubs-Vorbereitung

Mit dem Wohnmobil durch die Lande zu kurven, bedeutet für viele Urlauber die optimale Verbindung von Mobilität und Wohnkomfort. Anstatt die hohen Kosten für ein Hotelzimmer aufzubringen, genießen sie ihre Freizeit mit einem solidem Dach über dem Kopf zu Campingpreisen.

Wer im Urlaub mehr entdecken möchte als das Terrain zwischen dem Stellplatz und der Einfahrt aufs Gelände, verstaut kurzerhand das Gepäck im Wagen und unternimmt Tagesausflüge. Oder plant von vorn herein eine Rundreise  mit dem Wohnmobil.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich so ein Vehikel anzuschaffen, sollten Sie allerdings auch sicherstellen, dass Sie einen fünfstelligen Betrag berappen können. Die Alternative heißt natürlich: Wohnmobil mieten.

Mobil im Voraus mieten

Recherchen und reservieren Sie Ihr Urlaubsmobil nach Möglichkeit einige Monate im Voraus. In der Hauptsaison steigen nicht nur die Preise für Campervans. Die besten Fahrzeuge sind in dieser Zeit häufig auch bereits vermietet.

Bei Reisen innerhalb Deutschlands reicht dafür meist eine Anzahlung. Bei Touren im Ausland (z.B. USA oder Australien) ist es am besten, wenn Sie Campervan und Flug zusammen buchen. Im Internet finden Sie viele entsprechende Reise-Angebote (z.B. Camperbörse).

Ausstattung

Kissen, Decken, Geschirr zum Essen und Kochen – Viele Vermieter von Wohnmobilen haben nicht nur Fahrzeuge im Angebot, sondern auch eine umfangreiche Austattung. Auch, wenn damit noch einmal Kosten auf Sie zukommen: Sie müssen sie nicht von Zuhause mitschleppen.

Außerdem ist die Miet-Ausstattung häufig auf das Wohnmobil abgestimmt. So lässt es sich passgenau und sicher während der Fahrt verstauen. Erkundigen Sich ggf. beim Anbieter nach der Option, spezielle Ausstattung zu mieten.

Gepäck

Flexible Taschen lassen sich ebenfalls besser im Wohnmobil verstauen. Verzichten Sie also möglichst auf sperrige Hartschalenkoffer. Eventuell können Sie für die Dauer der Reise ihre Koffer auch beim Vermieter unterstellen. Informieren Sie sich allerdings besser im Vorfeld, ob er einen solchen Service anbietet bzw., ob er ausreichend Lagerraum zur Verfügung hat.

Fahrvermögen

Mit dem Wohmobil lassen sich problemlos lange Strecken überwinden. Vor allem das Gewicht der Campervans (bis zu 7,5 Tonnen) sorgt dabei für eine ruhige Straßenlage. Rückwärts fahren bzw. einparken wird angesichts der Maße (6 bis 7 Meter lang / ca. 3 Meter hoch / ca. 2,5 Meter breit) allerdings häufig zur Herausforderung.

So es der Mitarbeiter des Vermieters nicht von sich aus anbietet, bitten Sie ihn doch um eine kurze Einführung. Schließlich ist eine souveräne Handhabung des Gefährts auch in seinem Interesse.

Versicherung und Steuern

Bei der Gelegenheit: Unterziehen Sie das Fahrzeug gemeinsam mit dem Vermieter einen gründlichen Check außen und innen. So können Sie bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass Ihnen hinterher keine Schäden des Vormieters angelastet werden.

Und falls während des Mietzeitraumes doch etwas passieren sollte: Schließen Sie unbedingt eine Vollkaskoversicherung ab. Wichtig: Eine geringe Selbstbeteiligung. Sonst machen selbst relativ kleine Schäden am Campervan den Urlaub doppelt so teuer.

Darüber hinaus haben natürlich viele Reiseländer ihr ganz eigenes Versicherungssystem. Informieren Sie sich ggf. online über die entsprechenden Formalitäten für Wohnmobil-Reisen im Ausland.

Was Sie sonst noch beachten sollten

Weitere Faktoren, die Sie in Ihre Urlaubsplanung mit einbeziehen sollten, sind z.B.

Führerschein

Je nach Reiseland benötigen Sie einen internationaler Führerschein. Innerhalb der EU-Staaten ist das in der Regel nicht erforderlich, doch wenn es zum Beispiel in die USA oder durch Australien gehen soll, benötigen Sie dieses Zusatzdokument.

Dadurch kann die Polizei im Ausland leichter überprüfen, ob Sie überhaupt ein solches Fahrzeug fahren dürfen. Anträge für internationale Führerschein kosten rund 15 Euro und werden von allen örtlichen Straßenverkehrsämtern (Führerscheinstellen) entgegengenommen. Weitere Informationen erteilt z.B. der ADAC

Verkehrsregeln

Die Frage nach Rechts- oder Linksverkehr, Zustand des Straßennetzes oder Zufahrtsbeschränkungen für Wohnmobile in Großstädten haben natürlich ebenso einen Einfluss auf die Reiseplanung. Details zur Verkehrssituation erfahren Sie idealerweise auf den Seiten der Wohnmobil-Vermieter.

Treibstoff

Erkundigen Sie sich im Vorfeld ebenso, welche Art von Treibstoff Ihr Gefährt verträgt. Sonst ist Ihr Urlaub unter Umständen schneller zu Ende als Ihnen lieb ist. Und für die Kalkulation: Wohnmobile verfügen häufig über zusätzliche Generatoren (z.B. für die Heizung). Daher liegen sie im durchschnittlichen Treibstoff-Verbrauch höher als PKWs.

Campingplatzsituation

Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, kann theoretisch überall überall übernachten. Schließlich benötigen Sie nichts als einen Parkplatz für Ihr Vehikel. Theoretisch. Ganz praktisch aber dürfen Sie nicht überall halten. Und wo es nicht explizit verboten ist, bewegen Sie sich zumindest in einer rechtlichen Grauzone.

Wer sich das drohende Bußgeld lieber für angenehmere Dinge im Urlaub ausgibt, übernachtet auf Campingplätzen. Viele private Campgrounds in den USA verfügen nicht nur über spezielle Stellplätze für Wohnmobile (mit Strom-, Wasser- und Gas-Anschluss), sondern auch über zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Planen Sie also auch die Übernachtungen in ihren Urlaub ein.

Klima

Wüste oder Schneelandschaft? Gebirgspass oder Asphalt-Highway? Je nachdem, wie die Wetter- und Klima-Verhältnisse in Ihrem Reiseland sind, kann es passieren, dass Sie mit Ihrem Wohnmobil bestimmte Strecken gar nicht erst befahren dürfen. Näheres dazu erfahren Sie bei den Wetterdiensten vor Ort.

Das richtige Wohnmobil für Ihre Ansprüche

Welches Wohnmobil das richtige für Ihren Urlaub ist, entscheidet in der Regel das Reisebudget. Damit Sie aber sicher gehen können, dass Sie auch das richtige für Ihre Ansprüche bekommen, haben wir hier die wichtigsten Wohnmobil-Typen aufgelistet:

Wohnkabine

Man nehme: Einen handelsüblichen Pritschenwagen (auch: “Pick-Up”) und installiere darauf einen speziellen Überbau. Die sonst freie Ladefläche wird zum Schlafabteil, das bei Bedarf auch wieder selbst abgenommen werden kann. Nicht gerade komfortabal, aber zweckdienlich.

Kleinbus

Schon wohnlicher, aber verhältnismäßig kostspielig im Umbau: Ein Kleinbus mit campingtauglicher Inneneinrichtung (Küche, Dusche und WC incl.). Unter dem ausklappbaren Hochdach können bis zu zwei Reisende schlafen.

Alkovenmobile

Bei Gedanken an Wohnmobile ist die Assoziation mit Alkoven – den typischen Kästen über der Fahrerkabine – unausweichlich. Diese Nische ist (baunormbedingt) relativ flach, doch dank des optimal genutzten Innenraums zwischen den Achsen kommt im Familienurlaub bereits ein Wohnzimmer-Gefühl auf.

  • Van: Alltagstauglicher Kleintransporter mit Fahrerkabine und Wohnaufbau als Einheit (z.B. Knaus Van TI, Hymer Eriba, Adria 3Way Space)
  • Teilintegriert: Drehbare Sitze machen die Fahrerkabine zum Bestandteil des Wohnbereichs (z.B. Hobby Siesta 65 TL, La Strada Nova M, Bürstner Ixeo time)
  • Vollintegriert: Luxusklasse in geringer Produktion; Panoramascheiben, Fahrerkabine eins mit komfortablem Wohnbereich (z.B. Bürstner Elegance I 890)

Wohnmobil Reisen

Weiterführende Links

Camperbörse – Infos zu Wohnmobilen, Reisen und Anbietern
TÜV Süd – Praktische Tipps zur Handhabung von Wohnmobilen
Australia-Travelteam.com – Australien Wohnmobil Reisen beim Spezialist in München

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