Diebstahl – So sichern Sie Ihr Fahrrad richtig

Im Jahr 2009 wurden dem ADFC zufolge bundesweit rund 350.000 Fahrräder gestohlen. Jedes vierte davon, weil es ungesichert abgestellt wurde. Solche Umstände sind für Fahrraddiebe natürlich ein Geschenk. Mit wenigen Grundregeln im Hinterkopf bewahren Sie sich die Freude an Ihrem Drahtesel deutlich länger.

Eine nüchterne Erkenntnis vorweg: Jedes Fahrradschloss lässt sich knacken. Die Frage ist nur, wie lange der Dieb dafür benötigt. Daher geht es beim Thema Fahrradsicherung vor allem darum, es den Übeltätern so schwierig wie möglich zu machen.

Grundsätzliches zur Fahradsicherung

Auch, wenn Sie Ihr Rad nur kurz allein lassen: Ketten Sie es an einen festen Gegenstand! Das kann ein Laternenpfahl sein oder ein Fahrradständer. Parkuhren indes sind weniger geeignet, weil sich das Fahrrad im Zweifelsfall auch darüber hinweg heben lassen lässt.

Im Idealfall schließen sich nicht nur den Rahmen an, sondern auch das Vorder- und Hinterrad (besser: entfernen Sie lose Teile vorsorglich). Schnellspann-Vorrichtungen machen eben nicht nur die Montage in der Werkstatt einfacher.

  • Parken in der Öffentlichkeit

Am besten ist Ihr Rad natürlich in geschlossenen Räumen aufgehoben, d.h. in der Garage oder im Keller (und selbst dort gilt Sicherungspflicht!). Erst recht in den Abend- und Nachtstunden (22 – 6 Uhr). Sonst erlischt der Versicherungsschutz.

Und wenn Sie es schon in der Öffentlichkeit abstellen müssen, beachten Sie: Je mehr Aufmerksamkeit dem potenziellen Fahrraddieb zukommt, desto besser für Sie. In einsamen Nebengassen z.B. kann sich der Dieb mehr Zeit lassen. Andererseits fällt es auch an besonders belebten Stellen (z.B. vor dem Bahnhof) kaum auf, wenn sich jemand an einem Rad zu schaffen macht, das ihm nicht gehört.

Daher gilt – besonders, wenn Sie regelmäßig zwischen zwei Orten hin- und herfahren (z.B. Wohnung und Uni):  Wechseln Sie von Zeit zu Zeit den Parkplatz bzw. den Laternenpfahl. Potenzielle Diebe beobachten zuweilen beliebte Abstellplätze. Daher erkennen sie auch schnell, wieviel Zeit ihnen bleibt, um sich an Ihrem Drahtesel zu schaffen zu machen.

  • Individuelle Merkmale

Studenten wissen: Einige Fahrräder werden spontan geklaut, um nach einem Kneipenabend nach Hause zu kommen. Die meisten Diebstähle fallen jedoch unter “Beschaffungskriminalität”.

Wer seinen fahrbaren Untersatz wiederum mit individuellen Merkmalen austattet, macht es dem potenziellen Dieb von vorn herein schwer, das Rad wieder loszuwerden. Das kann eine besondere Lackierung sein, und natürlich der individuelle Code. Regelmäßige Codierungs-Aktionen führt die örtliche Polizei durch.

Wichtig: Notieren Sie sich alle Merkmale. Dazu zählen unter anderem die Rahmennummer und Marke des Fahrrades. Einen entsprechenden Fahrradpass gibt es u.a. im Fachhandel, bei der Versicherung oder der Polizei.

Weiterführende Links

ADFC – Umfassende Infos rund ums Fahrrad (Typen, Touren, Versicherung etc.)