Herbert Grönemeyer Konzerte

Seit dem 3. Album weiß die Republik, woher Herbert Grönemeyer kommt. Klar: “Bochum”. Auch sonst ist der Musiker mit der markant gepressten Stimme nicht um persönliche Statements verlegen: In “Der Weg” verarbeitet er die Trauer um seine verstorbene Frau, und mit Bono engagiert er sich für Gerechtigkeit auf der Welt.

Alles Aspekte, die Künstlern allgemein etwas sehr Wertvolles verleihen: Glaubwürdigkeit. Sie macht Herbert Grönemeyer zu einem der beliebtesten deutschsprachigen Künstlern.

Schauspielerei

Auch, wenn er (streng genommen) aus Göttingen kommt. Dorthin wurde sein Mutter nämlich verwiesen, als es um die Geburt des jüngsten ihrer Söhnen ging. Zu dem Zeitpunkt wohnten Grönemeyers noch im Harz, doch schon ein Jahr später im Ruhrgebiet. Eben: “tief im Westen, wo die Sonne verstaubt”.

In Bochum kam er auch in Berührung mit der dortigen Theater- und Film-Szene. Ähnlich wie z.B. Marius Müller-Westernhagen war die Grönemeyers erstes künstlerisches Standbein die Schauspielerei.

Während seinen ersten drei Alben bis dato nur mäßiger Erfolg beschieden war, wurde Grönemeyer zuerst 1984 an der Seite von Jürgen Prochnow, Uwe Ochsenknecht und Jan Vedder in Wolfgang Petersens Kriegsdrama “Das Boot” bekannt.

Engagement

Doch das änderte sich spätestens mit “4630 Bochum”, Grönemeyers Durchbruch-Album, das sich 1985 als erfolgreichstes deutsches Album des Jahres 80 Wochen in den Charts halten kann. Mit der Single “Männer” stellte zum ersten Mal ein Künstler vorherrschende Geschlechterrollen in Frage, ohne in gefühlsduselige Schlagergefilde abzugleiten.

Auch danach bezog Grönemeyer deutlich Stellung: Gegen Atomkraft, für den Frieden, gegen die rechtslastige Politik der Kohl-Regierung. Durch englischsprachige Veröffentlichungen ist der Musiker mittlerweile auch international bekannt.

Die nutzt Grönemeyer entsprechend, zum Beispiel, um mit “Band Aid”-Initiator und U2-Frontmann Bono Vox auf Schuldenerlasse für Dritt-Welt-Länder und andere Aufgaben der Globalisierung zu drängen.

Schicksalsschläge und Comeback

Nachdem die geplante Promo-Tour für “Bleibt Alles Anders” zunächst zwei tragischen Verlusten weichen muss (innerhalb weniger Tage sterben seine Frau Anna und sein Bruder Wilhelm), gerät “Mensch” 2002 für den in England lebenden Künstler zum Comeback.

Die Single “Der Weg”, der Ton gewordene Nachruf auf die verstorbene Frau, wird zum wohl emotionalsten Stück Musik, das Grönemeyer bis dato von sich gab. Da sich die Texte des Album um Trauer im Allgemeinen drehen (anstatt mit Grönemeyers persönlicher Befindlichkeit), finden sich viele Menschen darin wieder.

Folge: Album und Single “Mensch” bescheren Grönemeyer noch mehr Aufmerksamkeit, mehr Preise – und mehr Plattenverkäufe-  als bisher. Mit 21 mal Gold und zehn mal Platin ist es das meistausgezeichnete und meistverkaufte Album in Deutschland.

Nachdem die dazu auf der anschließenden Tour aufgezeichnete DVD “Mensch Live” sich als erster Konzertfilm überhaupt in Media Control-Charts positionieren konnte, sieht Grönemeyer wieder nach vorn.

Aktuelle Projekte

2010 komponiert er mit “The American” zum ersten Mal einen kompletten Soundtrack für seinen Londoner Nachbarn, den Regisseur und Fotografen Anton Corbijn. 2011 erscheint “Schiffsverkehr”: Kommerziell nicht ganz so erfolgreich wie der Vorgänger, dennoch von Kritik und Publikum gleichermaßen gelobt.

2012 wagt sich sich Grönemeyer mit “I Walk” (2012) erneut an ein englischsprachiges Album. Darauf u.a. enthalten: ein Duett mit Bono Vox. Für 2013 sind weitere “Schiffsverkehr”-Konzerte in deutschen Gefilden geplant.

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