Kriterien für einen guten Cluburlaub

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Tagsüber Vorlesung in der Uni, abends Lernen zuhause oder Verabredungen in der Muckibude. Ganz ehrlich: Alltag ist Stress. Ein Cluburlaub ist da das genaue Gegenteil: Erholung pur und einmal andere machen lassen. Gehirn auf Standby und sich treiben lassen – vorzugsweise vom Buffet zum Hotelpool und zurück.

Doch bevor Sie  ihre Sachen packen und ihren Internet-Kontakten eine überstürzte Abwesenheits-Notiz mailen: Vergewissern Sie sich, dass Ihr Cluburlaub auch Ihren persönlichen Ansprüchen genügt.

Warum einen Cluburlaub buchen?

Bei Erholung und Freizeit hört für viele Menschen nämlich der Spaß auf. Schließlich wollen sie Ihre Auszeit vom Uni und Arbeit genießen – koste es, was es wolle. Sei es, dass sie während Ihres Cluburlaubs ebenso feierfreudige Urlauber treffen oder einfach den Tag mit einem Krimi in der Hand unter südlicher Sonne verbringen wollen oder ausnahmsweise mal andere für das eigene Wohlbefinden arbeiten lassen wollen.

Kultur und intellektueller Diskurs finden eher draußen statt. Und auch das ist  gut so. Denn, wer nicht will, muss das Gelände während des Urlaubs nicht passieren. Denn für das leibliche Wohl ist im Club ebenso gesorgt wie für für Unterhaltung.

Vom mediterranen Büffet, das keine kulinarischen Wünsche offen lässt, bis zum abendlichen Showprogramm für die ganze Familie, von weitläufigen Sport-Anlage bis zur Wellness-Areal mit Sauna und Massage.

Woran erkenne ich einen geeigneten Club?

Veranstalter und Ressorts für Cluburlaube gibt es auf der ganzen Welt. Dabei spielt für diejenigen, die ausdrücklich nicht auf ausgedehnte Erkundungstouren aus sind oder Kontakte mit Einheimischen, vor allem das Wetter eine entscheidende Rolle.

Urlaubsländer

Diese Art von Urlauber entscheiden sich häufig für Clubs in Südeuropa (z.B. Spanien inclusive Balearen und Kanaren) oder in Nordarfrika (z.B. Tunesien, Ägypten). Doch auch Clubs in Südosteuropa bieten Fans von Sonne, Strand und Meer jeden Menge Domizile im Urlaub.

Die ehemaligen Ostblock-Länder  haben zwar schon lange ihren Geheimtipp-Status verloren. Doch günstig ist der Cluburlaub in Kroatien, Bulgarien oder Ungarn noch immer.

Flug-Verbindungen

Wenn es Ihnen also vor allem auf das angenehme Klima (unabhängig von der landschaftlichen Umgebung) ankommt, sollten Sie nicht mehr Zeit als notwendig im Flieger verbringen. Achten Sie daher beim Buchen auf entweder auf Non-Stop-Flüge (ohne Zwischenhalt) oder zumindest auf Direktflüge (Zwischenhalte möglich, aber ohne Umwege).

Auf die Weise gelangen Sie beispielsweise in fünf Stunden von Frankfurt / M. nach Pula (Kroatien), aber schon innerhalb von zwei Stunden nach Palma de Mallorca.

Sport und Wellness

Auch die Art des Aufenthalts ist bei der Urlaubsplanung von Belang: Sonnenbaden und üppige Mahlzeiten sind eine Sache. Aber manch einem reicht das nicht. Wer darüber hinaus auch immer Urlaub Tennis, Beachvolleyball oder Golf spielen möchte, sollte gezielt nach entsprechenden Sportangeboten Ausschau halten. Einige Clubs haben sich sogar auf einzelne Sportarten spezialisiert, andere auf Wellness (Sauna, Whirlpool, Massagen).

Club-Gäste

Für ausgemachte Sozialphobiker ist ein Cluburlaub natürlich nichts. Schließlich gehört der Kontakt mit vielen Menschen dort so gut wie zum Programm. Und auch, wenn Weltoffenheit und interkulturelle Kompetenzen zu den Kardinalstugenden des 21. Jahrhunderts gehören:

Selbst Globalisierung und die “Alle sind gleich”-Philosophie der Urlaubs-Clubs können kulturelle Unterschiede nicht ganz ausmerzen. Wer sich über die Hauptklientel des Unternehmens informiert, wird folglich wenig überrascht sein, wenn die Pool-Nachbarn aus Fernost zum Naseputzen keine Taschentücher benutzen oder Araber die (unrreine) linke Hand niemals in den Kontakt mit anderen Menschen bringen. Eben: Andere Länder, andere Sitten.

Das gleiche gilt übrigens für die übliche Altersstruktur im Club. Wer im Urlaub vor allem Ruhe sucht, wird mit einem jugendlichen Publikum oder lebhaften Familien ebenso unglücklich sein wie Partytouristen im Rentnerclub.

All Inclusive

Viele Clubs werben mit All Inclusive-Urlaub. Im Idealfall bedeutet das: Einmal zahlen, alle Leistungen inbegriffen. Zimmer mit Vollpension, Getränke an der Bar, Benutzung von Sportplätzen, Eintritt in die clubeigene Diskothek usw. Vorausgesetzt, Sie nutzen diese Vorteile im Club weidlich aus, wird Ihr Reisebudget gegenüber dem im selbst organisierten Urlaub merklich geschont.

Die Realität sieht allerdings häufig anders aus: Die Auswahl an kostenlosen Getränken ist begrenzt bzw. die Zeiten für den kostenlosen Ausschank zeitlich limitiert. Das gleiche gilt für Aktivitäten auf dem Clubgelände, Benutzung von Sportgeräten etc.

Erkundigen Sie sich also möglichst im Vorfeld über mögliche Zusatzkosten im Cluburlaub. So bleibt Ihnen so manche unangenehme Überraschung erspart.

Urlaubsforen

Um einen ungefähren Eindruck von Ihrem Aufenthalt zu bekommen, können Sie eines der zahlreichen Urlaubsforen im Internet konsultieren. Mit etwas Glück finden Sie dort auch detaillierte Informationen und Bewertungen zu Ihrem avisierten Club.

Doch ist auch hier wiederum Vorsicht geboten: Manche Zeitgenossen nutzen derartige Foren gezielt, um ihrem Ärger über Kleinigkeiten Luft zu machen.

Bedenken Sie also stets: In jedem Fall handelt es sich um Einzelmeinungen. Ob der Kellner gerade einen schlechten Tag hatte oder die für gewöhnlich gewissenhafte Putzkolonne akut unterbelegt war, blenden vor allem notorische Urlaubs-Nörgler gern aus.

Nur bei einer auffälligen Dichte von Negativ-Meldungen (vor allem im Vergleich in anderen Urlaubsforen) ist vor dem Buchen Skepsis geboten. Nach wie vor gibt es nur einen zuverlässigen Weg, sich ein Urteil zu bilden: selbst hinfahren.

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