Lernerfolg – Mehr erreichen mit weniger Aufwand

Wer erfolgreich  sein will, muss etwas dafür tun. Doch viele Studis überfordert das immense Lernpensum in der Uni oder FH. Folge: Sie  verzetteln sich auf halber Strecke und geben frustriert auf. Dabei kommt es nur darauf an, seine Ressourcen richtig einzusetzen. Denn wer unnütze Zeit und Nerven spart, kommt cooler ans Ziel.

Wo auch immer das liegen mag. Denn, was man selbst erreichen möchte, bestimmen schließlich nicht die anderen, sondern immer nur man selbst.

Studieren Sie Ihren Gegner

Was den einen erfüllt, muss für den anderen noch lange nicht gelten. Nicht jeder will der Jahrgangsbeste sein, nicht jeder eine Führungsposition in seinem späteren Job bekleiden. Dementsprechend hoch ist natürlich auch der individuelle Aufwand fürs Studium. Doch egal, wohin Sie in Studium und Beruf wollen:

Von verbreiteten Unsitten wie  “Bulimie-Lernen” (sprich: alles in den Kopf reinstopfen, und termingerecht wieder aufs Blatt “speien”) raten Coaches und Mentaltrainer ab. Das setzt Sie nur unnötig unter Stress. Und den wollen Sie ja gerade vermeiden.

Sie meinen, Sie können nicht anders? Dozenten und Bildungssystem verlangen übermenschliche Leistung von ihnen? Anstatt sich über die Institution zu beschweren, ist es besser, sie zu durchschauen. Schließlich muss man seinen Feind kennen, damit man ihn überlisten kann.

Lernen lässt sich lernen

Wer zum Beispiel weiß, dass sein Dozent am liebsten sich selbst zitiert wissen will, kommt um das schulmäßige Auswendiglernen nicht herum. Ansonsten sollten Sie Ihre eigene Lernstrategie entwickeln.

Der richtige Ort

Das beginnt schon bei der Wahl des richtigen Ortes. Lernen Sie, wie und wo Sie sich am wohlsten fühlen. Wer dazu neigt, sich selbst abzulenken, sollte dafür lieber die Bibliotheken anderer Fakultäten oder ein ruhiges Café jenseits des Uni-Betriebes nutzen (wichtig: Telefon und Internet aus!).

Selbst-Motivation

Manche Menschen haben ein Motivationsproblem, bis sie ein Zeitproblem bekommen. Warten Sie nicht darauf, sondern fangen Sie an. Gehen Sie Ihr Thema ruhig simpel an und arbeiten Sie sich schrittweise zum Kern der Sache vor.

Verschaffen Sie sich zunächst einen thematischen Überblick, indem Sie sich an Überschriften orientieren. Gibt es im Buch Zusammenfassungen einzelner Kapitel, Graphiken oder hervorgehobene Textpassagen? Fangen Sie ruhig von hinten an zu lesen. Wer die Quintessenz kennt, weiß worauf die Argumentation hinausläuft.

Rückkopplung

Besuchen Sie regelmäßig Uni-Veranstaltungen. So erfahren Sie nach einiger Zeit “zwischen den Zeilen”, welche Inhalte prüfungsrelevant werden könnten.

Auch gute Mitschriften zu dem Thema können helfen, die wichtigsten Zusammenhänge zu verstehen (vergleichen Sie ggf. die eigenen Aufzeichnungen mit Online-Skripten).

Steuern Sie Ihre selektive Wahrnehmung: Stellen Sie sich während der Vorlesung selbst im Kopf Fragen zum Thema. Fassen Sie das Gesagte so zusammen, dass es auch Ihre Großmutter verstehen würde.

Arbeiten Sie dabei unter anderem mit Mindmaps: Die Verbindung von Bildern und Texten kann helfen, sich nachhaltig an Inhalte zu erinnern.

Nutzen Sie Lerngruppen: Indem Sie sich mit Ihren Kommilitonen fachlich austauschen, verfestigt sich Ihr eigen Wissen. Dabei lassen sich auch Wissenslücken stopfen. Eine klassische Win-Win-Situation.

Zeitliche Limits und Pausen

Setzen Sie sich selbst zeitliche Limits. Wer seine Aufmerksamkeit auf ein Zeitfenster fokussiert, zwingt sich, effizienter zu arbeiten. Außerdem behält er so mehr als wenn er bis zur Erschöpfung lernt.

Legen Sie regelmäßige Pausen ein. Damit geben Sie ihrem Kopf Gelegenheit, den neuen Stoff sacken zu lassen und sich erneut auf das Ziel Ihres Lernvorhabens zu besinnen.

Ernährung

Achten Sie auf Ihre Ernährung: Kohlehydrate (z.B. Nudeln) machen satt, verbrauchen aber auch viel Energie für die Verdauung. Die Folge: Nach der Mahlzeit werden Sie träge (ein Zustand, auch bekannt als “Suppenkoma”).

Essen Sie vor allem Dinge mit hohem Anteil an Protein (Eiweiß). Dazu zählt mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und natürlich Milchprodukte. Auch Nüsse (z.B Studentenfutter) geben Ihnen in Lernphasen den nötigen Energieschub.

Sich selbst belohnen

Belohnen Sie sich von Zeit zu Zeit für konzentriertes Lernen. Nur so lässt sich die Motivation zum Weitermachen aufrecht erhalten.

Mit den richtigen Strategien zur Bestnote

Unter dem Motto “Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren” gibt der Buchautor Martin Krengel mit seinem Buch “Bestnote” solide Tipps für ein effizientes Selbstmanagement an der Uni.

In zehn Schritten zeigt er, wie Sie akademisches Wissen einfach verinnerlichen, um schließlich jede Prüfung erfolgreich zu meistern. Dabei zieht Krengel die Quintessenz bekannter Ratgeber für Zeitmanagement und Motivations-Coaching und definiert sie für eine junge, studierende Leserschaft neu.

Herausgekommen ist ein ebenso pragmatisches wie unterhaltsames Buch für den Studienalltag namens “Bestnote“. Es basiert unter anderem auf der eigenen, frustrierenden Erfahrung des Autors mit dem Lernen (bzw. Ratgebern zum Lernen) und wurde bisher an über 1000 Seminarteilnehmern erprobt.