Von Anfang an: Nachhaltig studieren

Wer ein Studium beginnt, hat häufig idealistische Ziele. Sich selbst verwirklichen, sich mit Spezialwissen als Experte in der Berufswelt empfehlen, vielleicht auch die Welt ein bisschen besser machen. Mit diesen Tipps tragen Sie dazu bei, globale Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen:

Papier und Schreibbedarf

Schreiben gehört zum Studium wie die Mensa und Fachschaftspartys. Das papierlose Studium wurde leider noch nicht erfunden. Allerdings können Sie als Verbraucher dafür sorgen, dass für die Produktion von Papier und Schreibgeräten weniger Energie aufgewendet werden muss:

  • College-Blocks und Druckerpapier: Beim Kauf auf den “Blauen Engel” achten
  • Textmarker: Hell leuchtende Buntstifte (“Trockentextmarker”) benutzen
  • Kugelschreibermine: Auswechseln anstatt neue Schreiber kaufen
  • Mitschriften und Handzettel: ausdrucken, nur soweit notwendig.
  • Arbeisvorlagen: lieber scannen statt zu kopieren.

Tipp: Gut gepflegte, gebrauchte Bücher sind günstiger als neue. Beachten Sie dafür zum Beispiel die Anzeigen in Studi-Foren im Internet oder dem Stadtmagazin ihrer Uni-Heimat oder die schwarzen Bretter an der Uni. Durchstöbern Sie ggf. die Sortimente von Antiquariaten und Bücher-Outlets.

Notebook und Desktop

Wo das Papier vermieden wird, stapeln sich die Dateien digital auf dem Rechner. Doch auch als Benutzer von Notebook und Desktop kann man umweltfreundlich arbeiten.

  • Standby-Betrieb

zieht Strom und kostet Geld. Besser alle elektrischen Geräte (Drucker, Scanner, Rechner) an einer Mehrfach-Steckerleiste mit Sicherheitsschalter zusammenführen.

  • Bildschirmschoner

im 21. Jahrhundert völlig überflüssig. Statt das Gerät zu schonen, verbraucht es auch ungenutzt Energie.

  • Ruhezustand

Bei den meisten Rechner lässt sich manuell einstellen, nach wie vielen Minuten ohne Eingabebefehl sich das Gerät in den energiesparenden “Sleep”-Modus schaltet.

  • Druckerpatronen

Verwenden Sie wieder befüllte Tintenpatronen oder lassen Sie ihre leeren neu füllen (selbst befüllen geht zur Not auch).

  • Recycling

Elektrogeräte (PCs, Laptops, Mobiltelefone) und Druckerpatronen enthalten umweltschädliche Bauteile. Daher nicht wegschmeißen, sondern beim Wertstoffhof abgeben.

Müll und Mensa

Müll zu vermeiden ist als Verbraucher natürlich die Königsdisziplin. Wenn es nicht anders geht, sollten Sie ihn wenigstens trennen. Was in Privathaushalten, an Bahnsteigen und in Fußgängerzonen längst zur Gewohnheit geworden ist, sollten an der Uni nicht aufhören.

  • “Coffee To Go”

Anstatt pro Getränk einen Becher mit Plastikdeckel und Rührstäbchen zu verschwenden, schaffen Sie sich lieber einen wiederverwenbaren Becher an (z.B. aus Porzellan mit einem Deckel aus Silikon).

  • Salat

Inzwischen bietet jeder Supermarkt mundgerechte Salate plus Dressing und Plastikbesteck in der Kühltheke an. Salate und Gemüse grob schnippeln geht superschnell, ist um Längen günstiger als die Fertigware, und verpackt in abwaschbaren Gefäßen mit Deckel (z.B. Tupper) schont es außerdem die Umwelt.

  • Lebensmittel-Verpackung

Investieren Sie lieber in eine hochwertige Brotdose anstatt in eine überflüssige Wegwerf-Schüssel aus der Supermarkt-Kühltheke, wenn es um ihren nächsten Snack geht.

  • Mensa

Oder essen Sie doch mal wieder in der Mensa. Seine Mahlzeit in Ruhe einzunehmen ist ohnehin bekömmlicher. Viele Mensen, Cafés und Studi-Bistros haben ihren Speiseplan mittlerweile auf “bio” und “fair gehandelt” eingestellt.

Hierbei dürfen Sie annehmen, dass die Mahlzeiten ressourcenschonend hergestellt wurden. Da die Fleischproduktion überaus aufwändig ist, ist vegetarisches Essen streng genommen dem Fleischgenuss vorzuziehen. Aber: Wer dennoch nicht auf sein Schnitzel verzichten mag, weiß wenigstens, dass das Schwein “glücklich” starb.

WG und Party

Wer sich mit anderen Studierenden beim Thema Wohnen zusammentut, ist von Anfang nicht nur weniger allein. Er tut sogar noch etwas für die Umwelt. Schließlich laufen in WGs in der Regel nur ein Kühlschrank, eine Wasch- oder Spülmaschine, Trockner, Staubsauger etc.

  • Kochen: Gemeinsam macht’s mehr Spaß und verbraucht weniger Energie.
  • Waschen: Maschine möglichst voll beladen. Notfalls Mitbewohner fragen.
  • Geschirrspülen: Lieber regelmäßig und viel anstatt jedes Teil einzeln.

A propos Geschirr: Benutzen Sie bei ihrer nächsten WG-Party lieber Porzellan statt Plastikgeschirr. Wenn die Anzahl der Gäste ihr Teller-Kontingent übersteigt: Es gibt auch Einweggeschirr aus kompostierbarem Plastik.

Leckere Alternative: Fingerfood  (Nachos, gefüllte Blätterteigtaschen  etc.). Achten Sie auch hierbei möglichst auf Bio-Zutaten.

Weiterführende Links

Utopia – Ratgeber-Portal zu Leben und Umweltschutz
Studenteninserate
– Fachbücher, Mobiliar, Elektroartikel (und mehr) aus 2. Hand
book-crossing
– Ungewöhnliches Netzwerk für Bücherfans weltweit
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