Wissenswertes zu Praktikum & Studium

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Gibt es sie wirklich, die “Generation Praktikum”? Experten sind sich nach wie vor uneins. Tatsache aber ist: Ohne Praxis-Erfahrung ist das anspruchsvollste Studium nichts wert. Dabei ist Praktikum nicht gleich Praktikum. Alles Wissenswerte zu Vor-, Pflicht- und Auslandspraktikum (und mehr) lesen Sie im Folgenden:

Die einen machen Praktika, weil es in der Studienordnung steht. Andere, weil Sie wollen. Und wer sich bewährt, bekommt vielleicht den sprichwörtlichen Fuß in die Unternehmens-Tür. In jedem Fall aber sind Praktika wertvolle Erfahrungen fürs “richtige” Berufsleben.

Welche Arten des Praktikums gibt es?

Außer nach “freiwillig” oder “vorgeschrieben” lassen sich Praktika nach dem Zeitpunkt unterscheiden. Je nach Studiengang und Hochschule gehört ein Praktikum zur Voraussetzung, dass Sie sich überhaupt immatrikulieren dürfen.

Bei anderen reicht es aus, wenn Sie es im Laufe des Studiums absolvieren. Wiederum nächste legen es verbindlich für ein bestimmtes Semester fest oder wenigstens für einen bestimmten Zeitraum während des Studiums.

Vorpraktikum

Vorpraktika sind vor allem in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen üblich. Vorteil für die Hochschulen: Die Dozenten können einen bestimmten Wissensstand (Fachbegriffe, Schwerpunkte etc.) bei den Studierenden voraussetzen.

Vorteil für Studierende: Wer bereits ein Praktikum absolviert, bevor er studiert, bekommt einen realistischen Blick vom Berufsleben nach dem Examen. Wer während des Praktikums feststellt, dass Realität und Vorstellung zu stark auseinander driften, schreibt sich gar nicht erst ein.

In der Regel dauern Vorpraktika sechs bis acht Wochen. Um es für ein anschließendes Studium anrechnen zu lassen, ist es wichtig, eine Reihe von Aufgabenbereiche abzudecken. Details regelt die jeweilige Studienordnung.

Studienbegleitendes Praktikum

Besonders in wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Studiengängen gehören Praktika zum Pflichtteil der Hochschulausbildung, zum Beispiel als Praxissemester (d.h. bis zu sechs Monaten) während des Hauptstudiums. Damit werden Studierende früh dazu gebracht, berufliche Netzwerke zu bilden.

Doch, wenn Sie ein Pflichtpraktikum absolvieren, bedenken Sie: Es muss den inhaltlichen Vorgaben der Prüfungsordnung entsprechen. Dort ist unter anderem die Dauer des Praktikums geregelt oder die  Branche, in der es absolviert werden soll.

Als Nachweis verlangen einige Hochschulen einen schriftlichen Praktikumsbericht. Andere schreiben ein abschließendes Fachgespräch mit einem Dozenten vor (“Evaluationsgespräch”) .

In vielen geisteswissenschaftlichen Fächern hingegen gehören Praktika nach wie vor zum freiwilligen Teil des Studiums. Dennoch sind Praktika auch zum Beispiel für Sprach- oder Kulturwissenschaftler ein wichtiger Schritt auf dem Weg ins Berufsleben.

Um ein studienbegleitendes Praktikum zu absolvieren, eignet sich vor allem die vorlesungsfreie Zeit. Einige Unternehmen bieten ausschließlich längerfristige Praktika an. Als Studierender lernen Sie in sechs Monaten natürlich mehr als in vier Wochen.

Die Betriebe stellen damit sicher, dass der jeweilige Praktikant nach der Lernphase zu einem wertvollen Mitarbeiter wird. Somit kann es sich auch für freiwillige Praktika lohnen, ein Urlaubssemester zu beantragen.

Auslandspraktikum

Da neben dem Einblick in die Berufswelt auch die Ausrichtung auf ein möglichst globalen Einsatz an Bedeutung gewinnt, verlegen viele Studierende ihr Praktikum kurzerhand ins Ausland. Die viel beschworenen “interkulturellen Kompetenzen” erwirbt man schließlich nicht unbedingt in der Studienheimat.

Viele Universitäten unterstützen ihre Studenten bei der Organisation eines Auslandspraktikums. Dennoch bleibt bis zum Kofferpacken noch viel zu regeln. Daher empfiehlt es sich häufig, mindestens ein Jahr im Vorfeld mit der Planung zu beginnen. So können Sie dafür sorgen, dass Ihr Auslandspraktikum ein voller Erfolg wird.

Weiterführende Links

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