Studenten sparen bei Bahnreisen

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Bahnfahren – entweder man liebt es oder man hasst es. Dazwischen gibt es scheinbar nichts. Wer sich allerdings nur auf Störungen im Ablauf, Verspätungen und Preiserhöhungen konzentriert, der blendet die Vorzüge von Bahnreisen aus. Zu den Vorteilen des Bahnreisens zählen eindeutig Komfort und Entspannung.

Denn, ist der Zug erst einmal da, bringt er Sie recht zuverlässig ans Ziel. Vor allem: Während der Fahrt lesen, DVD gucken, arbeiten oder einfach schlafen? Mit dem PKW unmöglich.

Rabatte bei der Bahn nutzen

Zugegeben: Bahnfahren ist kein ganz günstiges Vergnügen. So erhöhte die Bahn AG erst 2012 (im sechsten Jahr in Folge) ihre Preise: 1,8 Prozent für  den Nah- und Fernverkehr bzw. 2,2 Prozent für den Regionalverkehr. Umso wichtiger zu wissen, wie man diese Preise drücken kann.

Tickets am Automaten günstiger

Fahrkartenautomaten. Wer Sie bedienen kann, kommt idealerweise schnell an sein Bahnticket (bzw. um die Schlange am Schalter herum). Für leidenschaftliche Hasser des bundeseigenen Schienen-Unternehmens sind sie ein weiteres Beispiel der Servicewüste Deutsche Bahn.

Tatsache ist: Diese orangefarbenen Kästen mit Bildschirm, Tasten, Klappen und Schlitzen für Bargeld, Karten (und natürlich Tickets) sind mittlerweile nicht mehr aus den Bild der Bahnhofshallen und -flure wegzudenken. Persönliche Beratung, Hilfestellung: Fehlanzeige.

Daher: Wer es erfolgreich bis zum Ende der gewöhnungsbedürftigen Bedienerführung schafft, spart doppelt. Zum Einen spart er Geld. Schließlich belohnt die Deutsche Bahn AG Automatenkäufer mit bis zu fünf Euro Rabatt (gegenüber dem Kauf am Schalter).

Zum Zweiten spart er Zeit. Häufig sind die Fahrkartenautomaten nämlich nicht so belegt. Ob es daran liegt, dass manch ein gescheiterter Automatenkunde doch lieber eine Wartenummer für den herkömmlichen Schalter zieht, lassen wir mal dahin gestellt.

Sparen in der Region

Wer an einer Uni oder FH eingeschrieben ist, erhält bereits mit der Immatrikulation ein Semesterticket. Das bedeutet: Als Student in Deutschland benutzen Sie die Busse und Bahnen im Nahverkehr ihrer Region (häufig auch der angrenzenden Verkehrbetriebe) kostenlos.

Damit sind viele Heimfahrten, Party- und Einkaufstouren in der Umgebung gesichert.

Sparen in Deutschland

Darüber hinaus empfiehlt sich in jedem Fall die Anschaffung einer Bahncard. Zwar werden für die BC 50 mittlerweile auch schon 230 Euro fällig (Stand: Oktober 2012), doch zahlen Studenten dafür nur die Hälfte (also 115 Euro).

Hinzu kommt der danach übliche Rabatt von 50 Prozent auf nahezu allen Strecken (Ausnahme: Fahrten innerhalb eines regionalen Verkehrsverbundes). Damit können Sie damit bereits nach wenigen Touren die Investition wieder “einfahren”.

Dauer Spezial

Das “Dauer Spezial“ ermöglicht Bahnreisenden auf Langstrecken, schon ab 29 Euro durch die Republik zu kommen (man achte auf die entsprechende Bemerkung bei der Online-Buchung).

Wichtig hierbei ist: Wer zuerst kommt, spart zuerst. Das Dauer Spezial gilt bis spätestens drei Tage vor der geplanten Abfahrt – und nur solange der Vorrat reicht. Sind die günstigsten Fahrkarten bereits ausverkauft,  staffeln sich die Preise Zehn-Euro-weise aufwärts (bis 69 Euro).

Darüber hinaus wird mittlerweile auch eine Kurzstrecken-Variante (bis 250 Kilometer) angeboten. Das heißt, als Einzelperson zahlen Sie ab 19 Euro, als Familie (mit bis zu drei Kindern) ab 49 Euro.

Mitfahrer eines “Dauer Spezial”-Kunden neun Euro weniger als der “Dauer Spezial”-Kunde. Auf diese Weise können bis zu vier Personen zusätzlich von dieser Rabatt-Aktion profitieren.

  • Tipp: 1. Klasse ab 49 Euro

Sind die richtig günstigen Tickets ausverkauft (und keine Ersparnis in Sicht), lohnt sich zuweilen der Blick in die erste Klasse. Schließlich gilt das “Dauer Spezial” gilt auch dort (ab 49 Euro). Weil die komfortableren Abteile seltener ausgebucht sind, wird es wahrscheinlicher, dort einen der ermäßigten Plätze zu bekommen.

Sparen in Europa

Doch auch bei Städtereisen innerhalb Europas können Studenten bei der Bahn einiges sparen. Das internationale Pendant zum “Dauer Spezial” heißt “Europa Spezial”. Damit kommen Sie bereits ab 29 Euro in den Urlaub, u.a. nach

  • Benelux: Amsterdam, Brüssel, Luxemburg
  • Frankreich: Strasbourg, Paris
  • Italien: Bozen, Mailand, Florenz, Verona Venedig, Rom
  • Osteuropa: Breslau, Stettin, Krakau, Prag, Zagreb, Ljubljana, Budapest
  • Österreich: Klagenfurt, Wien, Innsbruck
  • Schweiz: Zürich, Bern
  • Skandinavien: Aarhus, Kopenhagen, Stockholm

Die Preise sind abhängig von Start und Ziel der Reise. So kommen Sie schon für 29 Euro von Köln (alternativ: Karlsruhe) nach Paris oder von Berlin nach Prag.

Interrail

Mobilität ist eine der Grundprämissen Bologna-Reform. Sie wurde 1998 sie ins Leben gerufen. Mit ihrem Interrail-Ticket unterstützt die Bahn europäische Erkundungstouren bereits seit 40 Jahren.

Dabei fahren junge Menschen unter 26 Jahren einen Monat lang kreuz und quer durch Europa. Bis zu 37 Ländern zum Festpreis. Allerdings hat die Bahn ihre Interrail-Preise gestaffelt – abhängig von der Region (z.T. auch konkreten Zielen) und geplanter Aufenthaltsdauer kommen Sie schon für 159 in den Europa-Urlaub. Hinzu kommen Vergünstigungen vor Ort.

Bahnreisen Angebote

Weiterführende Links

Billig Bahnreisen – Aktuelle Spar-Angebote für Reisen mit der Bahn
Interrail – Broschüre der Bahn AG als pdf-Download
Interrailers – Preise und Reise-Infos für Touren mit Interrail