Tagesgeld – beste Alternative trotz Zinstiefs

Für die Anleger gibt es zurzeit keinen Grund zur Freude. Die Zinsen sind auf breiter Front niedrig, die Europäische Zentralbank sieht keine Veranlassung, den Leitzins zu erhöhen. Zudem wäre eine Anpassung nach oben für die Bemühungen einer konjunkturellen Erholung aktuell Gift. Alternativen sind hier Mangelware.

Wer bei der Anlage von Tagesgeldern nur auf den Rat seiner Hausbank hört, kann dabei zuschauen, wie die Inflation sein Vermögen auffressen wird. Keine der Filialbanken oder Sparkassen vor Ort zahlt noch einen Zins, der den Kaufkraftverlust kompensiert.

Tagesgelder sichern Flexibilität

Der einzige Weg, noch einen Anbieter zu finden, der nennenswerte Zinsen zahlt, ist ein Tagesgeldkontovergleich. Dieser Vergleich zeigt nicht nur den Tagesgeldkonto Testsieger, sondern informiert auch über die wichtigsten Details der jeweiligen Institute.

Bemerkenswert ist, dass die Banken, welche die höchsten Zinsen zahlen, nur in den seltensten Fällen aus Deutschland kommen. Bei den Topanbietern für Tagesgelder in Deutschland haben sich überwiegend Zweigniederlassungen britischer und niederländischer Banken etabliert.

Tagesgelder haben einen entscheidenden Vorteil: Anleger können bei einer Änderung des Zinsniveaus sofort über das Guthaben verfügen und in rentierlichere Anlagen wechseln.

Boni erhöhen die Rendite

Die Kunden werden von den Banken heftigst umworben. Bei der Kundenacquise haben sich im Wesentlichen zwei Methoden herauskristallisiert: Entweder wird für einen bestimmten Zeitraum ein Bonuszins gezahlt oder die Kontoeröffnung mit einer Bareinlage seitens der Bank honoriert.

Die Bonuszinsen sind in der Regel auf Maximalbeträge beschränkt und rechnen sich für Kunden, die bereits über ein größeres Guthaben verfügen. Wer ein Konto ohne Guthaben eröffnet und erst ein Vermögen aufbauen möchte, ist mit der Guthabenprämie besser bedient.

Ist die Anlagefrist für den Bonus verstrichen, lohnt es sich, nach der nächsten Bank mit Bonus Ausschau zu halten. Bei einem Wechsel der Bank ist allerdings darauf zu achten, nicht nur das Geld zu transferieren, sondern das Konto komplett zu schließen.

Hintergrund: Als Neukunde gilt, wer für sechs oder zwölf Monate kein Konto unterhalten hat. Mit der Schließung sichern sich Kunden die Option, zu einem späteren Zeitpunkt wiederum den Neukundenbonus zu erhalten.

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