Tipps für die Studentenküche

Tipps für die Studentenküche

Viele Studenten beginnen nach dem Abitur ein Studium in einer fremden Stadt und verlassen damit das Elternhaus und den heimischen Tisch, an den man sich einfach setzen konnte. Und so stehen viele Studienanfänger vor dem Problem der Selbstversorgung. Eine Möglichkeit, die einen über viele Semester retten kann, ist der Besuch der Mensa. Hier bekommen Studenten relativ kostengünstig ihr Mittagessen. Zusätzlich haben Konserven zahlreiche Studenten vergangener Generationen ernährt. Doch das Bild des typischen Studenten hat sich gewandelt. Auch in jungen Jahren legen die Menschen heutzutage Wert auf ausgewogene und gesunde Ernährung, so dass es nahe liegend ist, dass Studienanfänger sich nicht nur auf Kantinenessen und Studentenfutter verlassen möchten, sondern selbst zum Kochlöffel greifen und die Kontrolle über den Kochtopf bekommen möchten. Keine Panik: Auch Kochanfänger mit schmalem Budget können sich gesund ernähren und frisch Gekochtes auf den Tisch zaubern.

Die Studentenküche: Grundausstattung

Wohl dem, der eine Studenten-WG bezieht, die bereits eine ausgestattete Küche besitzt. Doch diesen Luxus haben nicht alle. Kleine Studentenwohnungen oder neu gegründete WGs müssen erst einmal bei Null anfangen. Die Küche muss erst noch eingerichtet werden, und hier stellt sich dem Kochanfänger zunächst die Frage, welche Utensilien angeschafft werden müssen.

Um sich sein eigenes Mahl zu kochen braucht es grundsätzlich keine teuren Elektrogeräte, auch wenn sie noch so praktisch sind. Einige Sachen sollten aber natürlich unbedingt vorhanden sein und oft auch qualitativ etwas hochwertiger sein, damit der Spaß am Kochen nicht bereits am schadhaften Utensil scheitert.

Folgende Haushaltsgegenstände sollten Einzug in die Küche finden:

  • mindestens drei Küchenmesser in verschiedenen Größen (diese sollten von relativ guter Qualität sein, ein Messer, das nicht schneidet, ist sinnlos)
  • mindestens eine antihaftbeschichtete Pfanne, auch diese etwas besserer Qualität
  • drei Töpfe in verschiedenen Größen (ein kleiner Topf für Soßen, ein mittlerer für Gemüse u. ä. sowie ein großer Topf beispielsweise für Nudeln)
  • ein Schneidebrettchen
  • ein Sieb, gerne etwas größer zum Abgießen von Nudeln u. ä.
  • eine Küchenwaage ist ein Nice to Have, es geht aber auch ohne, unverzichtbar ist jedoch ein Messbecher
  • ein Dosenöffner

Mit diesen Basics lassen sich wahrscheinlich keine Gerichte der Haute Cuisine zaubern, jedoch für die einfache Zubereitung von Mahlzeiten sind sie bereits ausreichend. Neu sind all diese Dinge relativ günstig zu erwerben. Einige günstige Möbelhäuser wie beispielsweise dasjenige, das unter der schwedischen Fahne steht, bieten Einsteigersets an, in denen die wichtigsten Basics bereits zusammen getragen sind. Weitere Küchenhelfer wie ein Gemüseschäler, Korkenzieher, Kochlöffel, Pfannenwender etc. sind ebenfalls für kleines Geld zu bekommen.

Noch günstiger gibt es diese Dinge auf den Flohmärkten und Basaren. Die Scheu vor benutztem Kochgeschirr kann hier ruhig abgelegt werden, da die Utensilien heiß gewaschen und mit Spülmittel behandelt bakteriell gesehen wie neu sind.

Auch wenn es verführerisch günstig ist: Der Kauf von Haushaltsgegenständen in Billigketten zu Centpreisen sind in den meisten Fällen wenig erfolgversprechend, da die Qualität mangelhaft ist und die günstigen Utensilien meist auch relativ schnell zerbrechen.

Tipp: Als erstes sollte man den Versuch wagen und Eltern und Verwandte nach abgelegten Küchenutensilien fragen. In den meisten Haushalten sammelt sich über Jahrzehnte so manches Zubehör in doppelter und dreifacher Ausführung an, das gerne bei Bedarf an den Studenten abgegeben wird.

Preisbewusstes Einkaufen

Wer mit seinem Geld haushalten möchte, sollte eine wichtige Grundregel beachten: Je häufiger man einkauft, umso mehr gibt man aus. Denn in den meisten Fällen wandert pro Einkaufsgang mehr in den Einkaufswagen, als man eigentlich benötigt und ursprünglich kaufen wollte. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass man möglichst nur einmal in der Woche in den Supermarkt gehen sollte. Es empfiehlt sich, bereits zu Beginn der Woche einen Essensplan zu erstellen und hierfür die Einkaufsliste zu schreiben. Lediglich frisches Obst, Gemüse oder Fleisch können bei Bedarf frisch eingekauft werden. Man sollte sich immer die Disziplin abnötigen auch wirklich nur das zu kaufen, was auf dem Einkaufszettel steht. Wer sich selbst nicht traut, nimmt auch nur eine entsprechende Menge an Bargeld mit und lässt die EC-Karte selbstverständlich zuhause. Übrigens: Niemals hungrig einkaufen gehen, auch das verleitet dazu, mehr zu kaufen, als es dem Geldbeutel gut tut.

Für den kleinen Hunger zwischendurch, unerwarteten Besuch etc. sollten immer einige Nahrungsmittel-Basics im Vorratsschrank bereit stehen, mit denen sich immer schnell noch etwas zaubern lässt ohne dass man nochmals einkaufen muss oder gar in Versuchung gerät, einen teuren Lieferservice zu bemühen.

Zu den Basics unter den Lebensmitteln gehören:

  • Nudeln
  • Kartoffeln
  • Gemüse in Konserven und Gläsern (wie Mais, Erbsen, Champignons, Bohnen etc.) Wer einen Gefrierschrank besitzt, kann auch tiefgefrorenes Gemüse hier bereit halten
  • Mehl
  • Zucker
  • Pfeffer
  • Salz
  • Pflanzenöl
  • Essig
  • Haltbare Milch
  • Einige Gewürze ( wie getrocknete Petersilie, Oregano, Curry, Zimt, Thymian etc.)
  • Zwiebeln
  • Passierte Tomaten im Tetrapack
  • Butter
  • Gemüsebrühe
  • Schlagsahne, Créme Fraiche
  • Reis

Mit diesen Grundnahrungsmitteln lassen sich bereits schnell und unkompliziert einige Gerichte zubereiten.

Kochrezepte für Studenten

Wer noch nie am Herd gestanden hat, ist nun vielleicht verunsichert. Viele meinen ganz sicher, überhaupt nicht kochen zu können. Doch freihändig zu kochen muss gar nicht sein. Wer sich Schritt für Schritt an ein gutes Rezept hält, kann eigentlich nichts verkehrt machen.

Voll im Trend liegen Kochrezepte für Studenten. Diese werden allen Anforderungen der Zielgruppe gerecht: Sie sind leicht nach zu kochen, kommen mit wenigen Zutaten aus und sind auch für schmale Geldbeutel verträglich. Hier gibt es im Internet zahlreiche Webseiten, die sich darauf spezialisiert haben, sowie Foren, in denen die Studenten ihre Rezepte und Kocherfahrungen austauschen. Selbst auf dem allseits beliebten Social Media Portal facebook gibt es eine Gruppe von Studenten, die sich des preiswerten, aber dennoch gesunden Kochens verschrieben hat.

Ist der erfolgreiche Start in die Studentenküche erfolgt, wird so mancher seine Leidenschaft am Kochen entdecken und vielleicht hierin eine gute Ablenkung vom Lernstress finden. Den Gang zur Mensa spart es allemal.

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