Wichtige Sprach-Zertifikate in Deutschland

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Angesichts der Globalisierung werden Sprachkenntnisse immer wichtiger. Viele Arbeitgeber in Deutschland setzen mittlerweile fließendes Englisch voraus. Doch auch Französisch und Spanisch sind bei Sprachlernenden überaus beliebt. Wer diese Kenntnisse in die Bewerbung einbringen will, erwirbt ein Zertifikat.

Sprachzertifikate gelten als offizielle Urkunde, dass Sie über hinreichende Kenntnisse einer Sprache verfügen. Und zwar unabhängig davon, ob Sie sich um einen Job bewerben wollen oder einer Hochschule.

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen (GER)

Dadurch, dass die Testkriterien für jeweiligen Sprachzertifikate standardisiert sind, werden sie auch von international agierenden Unternehmen ebenso anerkannt wie von Universäten im Ausland. Welches das richtige ist, hängt nicht zuletzt vom Zweck ab, den es erfüllen soll.

Dabei gibt er der gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) an, wie hoch das jeweilige Sprachzertifikat bzw. die Leistung des Sprachlernenden einzuordnen ist.

  • A1: Sie bilden einfache Sätze und treffen Aussagen zu Ihrer Person
  • A2: Sie machen sich im Alltag verständlich und nehmen an Unterhaltungen teil
  • B1: Sie können Unterhaltungen mühelos folgen und sie schreiben fehlerfei
  • B2: Sie führen komplexe alltagsbezogene Unterhaltungen mit Muttersprachlern
  • C1: Sie verstehen anspruchsvolle Literatur und Redewendungen
  • C2: Sie können Fachdiskussionen auf Muttersprachler-Niveau führen

Englische Sprachzertifikate

Die drei wichtigsten in Deutschland anerkannten Zertifikate zum Englisch Leistungsnachweis sind der TOEFL (Test of English as a Foreign Language), das Cambridge Certificate und der IELS (International English Language Testing).

TOEFL

Der TOEFL ist der bekannteste unter ihnen. Er wird von mehr 7500 Universitäten und Hochschulen weltweit anerkannt. Beim TOEFL werden die Prüflinge in den Bereichen Lesen, Schreiben, Hörverstehen und Sprechen getestet.

Um zu bestehen, muss die Mindestanzahl von 90 Creditpoints gesammelt werden. Um ein TOEFL-Zertifikat zu erwerben gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können sich an eine akkreditierte Sprachschule wenden, Sie können aber auch an einer speziellen Sprachreise teilnehmen oder einen Fernkurs belegen.

Je nachdem, wo Sie sich bewerben, sollten Sie ihre Englischkenntnisse aus dem TOEFL ggf. auffrischen. An US-amerikanischen Universitäten bspw. darf der letzten Test nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

IELTS

Der IELTS ist mit etwa 6000 weltweit anerkannten Organisationen und Bildungseinrichtungen das zweithäufigste Englisch-Diplom. Dabei legt jedes Institut die Anforderungen an das Bestehen selbst fest, von 1 (minimal) bis 9 (maximal).

Der Nachweis von Englischkenntnissen nach Maßgaben des IELTS wird insbesondere bei Studienaufenthalten in den USA, Australien oder England verlangt. Außer diesem “Academic”-Test gibt es noch den IELTS mit Schwerpunkt “General Training”.

Diesen allgemeingehaltene Test sollten Sie vorlegen, wenn Sie sich beruflich in einem englischsprachigen Land bewerben (aber auch einwandern) wollen. Über Termine und IELTS-Testzentren informieren die Mitarbeiter des British Council. Dort erhalten Sie auch Tipps zum Studium in Großbritannien und Nordirland.

Cambridge Certificate

Die Cambridge Certificate nach ESOL-Standards (“English for Speakers of Other Languages”) gehört weltweit zu den bekanntesten Sprachzertifikaten der englischen Sprache. Im Rahmen des Cambridge Certificate unterscheidet man nach folgenden Schwerpunkten:

  • Allgemeinsprachliches Niveau: Key English Test (KET; entspr: A2 gem. GER) – Cerfificate of Proficiency in English (CPE; entspr. C2 gem. GER)
  • Hochschulzugang: Cambridge Certificate of Advanced English (CAE), Cambridge Certificate of Proficiency in English (CPE), Business English Certificate (BEC Higher)
  • Business-Englisch: Allgemein (Business English Certificates; Business Language Testing Service), Jura (International Legal English Certificate) und Finanzen (International Certificate in English)
  • Qualifikation für Englischlehrer: Teaching Knowledge Test (TKT), Certificate in English Language Teaching to Adults (CELTA), In-service Certificate in English Language Teaching (ICELT), Diploma in English Language Teaching to Adults (DELTA), International Diploma in Language Teaching Management (IDLTM).

Französische Sprachzertifikate

Die bekanntesten Zertifikate für Französisch sind DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française, dt.: Studiumszeugnis in der französischen Sprache) und DALF (Diplôme Approfondi de Langue Française, dt.: Vertieftes Zeugnis der französischen Sprache).

Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch das sprachliche Niveau: Gemäß dem GER rangiert das Zertifikat DELF auf den Basisstufen A1 – B2. Um diese Kenntnisse zu vertiefen, empfiehlt sich der Abschluss des DALF.

Darüber hinaus unterscheidet man beim DELF nach Schwerpunkten:

  • DELF tous public: Allgemeingültiges Zertifikat für alle Französisch-Lernenden
  • DELF PRO: für Geschäftsleute (Frankreich & französischsprachige Länder)
  • DELF PRIM: für Schüler mit Französisch als erste Fremdsprache
  • DELF scolaire: für Oberstufenschüler.

Informationen zu Terminen und Testzentren erteilt das Institut Française Deutschland.

Spanische Sprachzertifikate

Das spanische Äquivalent heißt DELE (Diploma de español). Im Gegensatz zum französischen Zertifikat können Sie Ihr Spanisch-Diplom auf allen Stufen des Europäischen Referenzrahmens ablegen, von A1 bis C2.

Informationen zu Terminen und DELE-Testzentrentren erhalten Sie beim Instituto Cervantes Deutschland.

Dieser Gastbeitrag wurde verfasst von Sprachcaffe Sprachreisen (www.sprachcaffe.de). Einzelunterricht an Sprachschulen wie dem Sprachcaffe bereitet auf die verschiedenen Stufen der jeweiligen Tests in allen Sprachen vor. Persönliche Defizite können mit dem Sprachlehrer individuell verbessert werden.