10 unentbehrliche Backhilfen

Ob als Geburtstagsgeschenk, Dankeschön oder “nur so”: Selbstgemachte Kuchen und Torten gehen eigentlich immer. Sogar Brote eignen sich hervorragend als Mitbringsel. Ob’s hinterher schmeckt, ist nicht nur eine Frage von Rezept und Erfahrung. Auch die Ausstattung kann den Backerfolg entscheidend beeinflussen.

Schließlich nützt einem der raffinierteste Kuchen nichts, wenn er in der Form kleben bleibt. Auch ärgerlich, wenn sich die benutzten Gerätschaften nicht richtigen säubern lassen. Daher haben wir im Folgenden ein paar Utensilien, die Ihnen beim Backen – ob allein oder gemeinsam mit Freunden – hilfreich sind.

Rührschüssel

Es gibt sie aus Edelstahl oder Kunststoff: Rührschüsseln. Ohne Zweifel eine der wichtigsten Dinge, die man zum Backen braucht. Schließlich mischen Sie hierin alle Zutaten zusammen und kneten den Teig. Je nachdem, wieviel Sie backen wollen, können Sie eine Schüssel zwischen drei und acht Litern Volumen zur Hand nehmen.

Haben Rührschüsseln keinen “normalen” Boden, sondern sind halb-kugelförmig, nennt man sie Schlagschüsseln. Sie sind der Handbewegung beim Schlagen von Sahne oder Eiweiß angepasst. Daher eignen sie sich dafür besonders gut. Wegen der fehlenden Kanten bleibt auch nichts am Boden hängen.

Linktipp: Rührschüsseln im Überblick

Messbecher

Kein spezielles Back-Utensil, nichts desto weniger unverzichtbar für Hobby-Konditoren. Vor allem, weil viele Messbecher mit unterschiedlichen Skalen für unterschiedliche Zutaten ausgestattet sind: Flüssigkeiten (ml), Zucker, Mehl, aber auch Haferflocken oder Grieß.

“Schräge” Maße verschiedener Lebensmittel aufeinander abzustimmen, wird damit zum Kinderspiel.

LinktippMessbecher im Überblick

Kuchenformen

Alle Zutaten bereitgestellt und abgemessen? Dann kann es jetzt losgehen: Fürs Backen selbst steht Ihnen eine große Auswahl an Backformen zur Verfügung. Je nachdem, was Sie letztendlich herstellen wollen. Hier die wohl gängigsten Backformen:

Kastenform

Kastenformen (auch: Königskuchenformen) sind die idealen Gefäße, um Brot herzustellen. Auch der klassische Topfkuchen gelingt hiermit spielend leicht. Wenn sie sich dann auch noch unkompliziert reinigen lässt, umso besser. Für problemloses Umstürzen und Reinigen empfehlen sich daher Formen aus

  • Teflon oder
  • Silikon

Teflon (offfiziell: Polytetrafluorethylen, kurz: PTFE) zeichnet sich vor allem durch seine Oberfläche aus, an der Flüssigkeiten und Feststoffe einfach abperlen. Dementsprechend “gleitet” Ihr Kuchen nach dem Backen ohne Probleme aus der Form.

Noch einfacher wird es, wenn Ihre Form aus Silikon besteht. Das elastische Material sorgt dafür, dass Sie Ihr Backwerk einfach herausdrücken können. Es hält Hitze bis 230 Grad stand (und damit jedem handelsüblichen Backofen), ist dank seiner Elastizität einfach zu verstauen und spülmaschinenfest.

Gugelhupfform

Der traditionelle “Napfkuchen” mit Rosinen und Puderzucker gab dieser Form ihren Namen. Schließlich wird er seit Jahrhunderten in diesen hohen Kranzformen gebacken. Mittlerweile gibt es unzählige Rezept-Varianten des Gugelhupfs: Als Marmorkuchen, mit Eierlikor oder als Quark-Kirsch-Variante usw. Die typische Form gewährleistet, dass der Kuchen von allen Seiten genügend Hitze bekommt.

Springform

Wenn der Kuchen etwas flacher oder geschichtet werden soll, nehmen Sie eine Springform (z.B. für gedeckte Obstkuchen). Wegen der charakteristischen Metall-Manschette müssen Sie sich keine Sorgen darum machen, wie Sie Ihren Kuchen aus der Form heraus bekommen. Losgelöst vom blechernen Rand ist der noch warme Kuchen auf dem Boden bereit zum Servieren.

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Backbleche

Backbleche gehören eigentlich zur Grundausstattung jedes handelsüblichen Ofens. Allerdings kann es vorkommen, dass die alten Bleche verschlissen oder beschädigt sind oder schlicht nicht mehr den Ansprüchen genügen. Dann ist Ersatz angesagt.

Wenn Sie Ihren Herd aus zweiter Hand mit neuen Backblechen komplettieren wollen, müssen Küchengerät und Bleche kompatibel sein. Erkundigen Sie sich daher im Fachhandel nach passenden Backblechen für Ihren Ofen.

In flacher Ausführung dienen sie als Unterlage für Spring- und Kastenformen. Daneben gibt auch Bleche mit einer Tiefe zwischen drei und fünf Zentimetern. Sie eignen sich natürlich vor allem für größere Mengen und vor allem für Schicht- und Blechkuchen (gedeckter Apfelkuchen oder Donauwellen).

LinktippBackbleche im Überblick

Spritzbeutel mit Tüllen

Und früher oder später ist wieder Weihnachten. Einige Menschen greifen dann zum Fleischwolf, um leckeres Spritzgebäck herzustellen. Mit dem entsprechenden Aufsatz ist das ein Kinderspiel. Wer keinen Fleischwolf zur Hand hat, nimmt den Spritzbeutel.

Einfach den Teig oben einfüllen und gleichmäßig nach unten heraus drücken. Mit unterschiedlichen Tüllen am unteren Ende lassen sich unterschiedliche Formen auf dem Blech kreieren. Darüber hinaus können Sie Ihren Spritzbeutel auch verwenden, um fantasievolle Sahne-Dekors auf Torten zu zaubern.

Spritzbeutel bestehen ursprünglich aus Baumwolle oder Silikon. Achten Sie beim Kauf vor allem darauf, dass sie eine verstärkte Seitennaht haben, lebensmittelecht sind und kochfest. Zum zum Säubern sollten Sie Ihren Spritzbeutel in die Spül- oder Waschmaschine geben können, ohne dass Nähte platzen oder sich die Beschichtung auflöst.

LinktippSpritzbeutel im Überblick

Teigschaber

Was dem Maurer die Kelle, ist dem Kuchenbäcker der Teigschaber: Eine handliche Platte aus rostfreiem Metall oder Kunststoff, um zähflüssige Masse (Teig, Pudding) auf dem Backblech zu verteilen. Mithilfe des Teigschabers können Sie aber auch zum Beispiel die Schokoladenglasur oder Sahneschichten auf Torten verstreichen.

Teigspachtel

Haben Teigschaber einen langen Stielgriff, nennt man sie Teigspachtel. Die Platte ist häufig aus festem, aber elastischem Silikon oder Gummi. Wegen dieser Flexibilität werden Teig- und Cremereste damit nahezu restlos aus der Rührschüssel gekratzt.

Außerdem sind Teigspachtel hitzebeständig, d.h. Sie damit auch z. B. heiße Beläge aus Schokolade, Karamell oder Kirschen auf Kuchen- und Tortenböden verteilen. Zur Not lassen sie sich als Pfannenwender beim Braten zweckentfremden.

LinktippTeigschaber / Teigspachtel im Überblick

Backpinsel

Wenn es nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen soll, kommt der Backpinsel zum Einsatz. Ein hitzebeständiger Pinsel aus Naturborsten oder Silikon, um die goldgelben Brötchen am Morgen (oder den saftigen Braten am Abend) mit einer dünnen Extraschicht zu überziehen.

Je nach Lebensmittel kann das zum Beispiel Öl, Fett, Brühe oder Eigelb sein. Ein gelegentliches Einpinseln mit Wasser während des Backens verhindert das Austrocknen des Backwerks. Sie können den Backpinsel auch verwenden, um Kuchenformen oder Backbleche gleichmäßig mit Butter einzustreichen.

Linktipp: Backpinsel im Überblick

Nudelholz / Teigrolle

Nein, Nudelhölzer gibt es nicht nur in albernen Komödien und Zeichentrick-Serien. Auch in der Küche tun sie zuverlässige Dienste. Dabei handelt es sich hauptsächlich um zylinderförmige Walzen aus Holz (seltener: Porzellan) mit einer verlängerten Achse und je einem Handgriff an jeder Seite.

Sie dienen im Wesentlichen dazu, zähen Kuchenteig gleichmäßig auf dem Blech zu verteilen. Behelfsweise können Sie auch eine Flasche verwenden. Dank seiner Kanten kommt das Nudelholz (auch: Teigrolle) besser in die Ecken des Blechs.

LinktippNudelhölzer im Überblick

Backfolie

Wer trotz Silikon nicht auf sein gutes alte Backgeschirr verzichten mag, begegnet dem Risiko von Teigresten in der Form mit einer Backfolie. Sie müssen sie weder einfetten noch benötigen Sie Backpapier für die Form. Einfach in die Form legen, Teig darüber gießen und fertig.

Backfolien gibt es in verschiedenen Ausfertigungen: Für Kastenformen (rechteckig) ebenso wie für Springformen (rund). Auch sie halten Backhofen-Hitze bis 260 Grad aus und lassen sich mühelos in der Spülmaschine reinigen. Nach dem Trocknen können Sie sie einfach zusammenrollen und platzsparend im Schrank verstauen.

LinktippBackfolien im Überblick

Backhandschuhe

Vorsicht, heiß! Wenn das Backwerk fertig ist, benötigen Sie hitzebeständige Hilfsmittel, um es zum Auskühlen heraus oder auf den Tisch zu bringen. Handtücher, mehrlagig gefaltet, tun grundsätzlich ihren Dienst, sind aber unter Umständen nicht immer zur Hand.

Darüber hinaus behagt einigen nicht unbedingt die Vorstellung, die benutzten (verunreinigten) Textilien mit frischem Kuchen in Verbindung zu bringen. Backhandschuhe hingegen haben einen festen Platz in der Küche, ermöglichen einen sicheren Griff am Rand der Kuchenform, schützen gegen Hitze bis zu 450 Grad und kommen ausschließlich bei Formen und Töpfen zum Einsatz.

Weil sie zweckgebundener benutzt werden, werden sie auch nicht so schnell schmutzig. Informieren Sie sich ggf., ob die Handschuhe waschmaschinenfest sind. Dann sind sie in Sachen Küchen-Hygiene auch immer auf der sicheren Seite.

LinktippBackhandschuhe im Überblick

Weiterführende Links

Chefkoch – Immer was Leckeres aus der größten Online-Community für Backen und Kochen
Die moderne Hausfrau – Tipps zu Küche, Backen und Haushalt (seit mehr als 45 Jahren)
Backhilfen – Nützliche Produkte, Dekor-Ideen und Online-Backkurs