Arbeiten in Schweden

In Schweden ist die Welt noch in Ordnung: ein Wohlfahrtsstaat mit sauberer Umwelt – zum Auswandern wie geschaffen. Zum überwiegenden Teil gilt das immer noch. Auf der anderen Seite: Schweden ist ein regelrechter “Abgabenstaat”. Das bedeutet: der Preis für die Wohlfahrt in Schweden ist alles andere als gering.

Die Lebenshaltungskosten sind hoch, allein die Mehrwertsteuer in Schweden beträgt 25 Prozent. Und vom Einkommen bleiben einem nur etwa 40%. Aber zumindest für die Schweden ist das okay. Schließlich bekommen sie auch etwas zurück.

Einreise in Schweden

Um nach Schweden einzureisen, benötigen EU-Bürger weder Visum noch Einreisebewilligung. Ausweis oder Pass genügen. Erst, wenn Sie länger als drei Monate arbeiten wollen, wird eine Aufenthaltserlaubnis fällig.

Dazu wenden Sie sich am besten an das schwedische Einwanderungsamt („Statens invandrarverk“) bekommt. Dort legen Sie eine Bescheinigung des schwedischen Arbeitgebers vor. Als selbständiger Unternehmer benötigen einen Gewerbe-Meldebescheinigung.

Alternativ weisen Sie nach, dass Sie im Handelsregister eingetragen sind. Anschließend bekommen Sie ein befristetes Visum (fünf Jahre), das jährlich verlängert werden kann.

Arbeitsmarkt in Schweden

Die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei rund 5%, wird allerdings mit weiteren 2 bis 3% von ABM-Stellen belastet. Handwerk und Industrie, besonders die Baubranche, suchen ebenso Fachkräfte wie der medizinische Sektor. Im hochentwickelten IT-Bereich sind wie überall Spezialisten gefragt. Ebenso haben Köche, Bäcker, Lehrer und Wachdienstangestellte gute Chancen. Schwedische Unternehmen suchen nun auch über die deutsche Agentur für Arbeit nach passenden Mitarbeitern. Die Beherrschung der schwedischen Sprache ist unabdingbar, auch wenn man sich zu Anfang mit Englisch behelfen kann.

Arbeitssuche in der Schweden

Um eine Stelle zu finden, wendet man sich möglichst an die staatliche Arbeitsvermittlung („Arbetsförmedlingen“). Dort sind auch spezielle Zeitschriften für Arbeitsuchende zugänglich. Die Suche funktioniert natürlich auch über die großen Tageszeitungen Dagens Nyheter, Svenska Dagbladet, Dagens Industri, Göteborgs-Posten, Sydsvenska Dagebladet sowie die entsprechenden Internetportale wie z.B. http://www.jobsuche-international.de oder http://www.stellenboersen.de.

Sozial- und Krankenversicherung in Schweden

Wer in Schweden arbeitet, wird mit Aufnahme der Beschäftigung auch versicherungspflichtig. Dazu ist eine Meldung bei der örtlichen Versicherungskasse mit Angabe des Einkommens und der Arbeitsstelle notwendig. Adressen und Telefonnummern der Filialen der Versicherungskasse findet man im Telefonbuch unter dem Stichwort „Almänna Försäkringskassa“).
Die Sozialversicherung finanziert sich durch Steuern und Sozialabgaben, wovon der größte Anteil der Arbeitgeber aufbringt.

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