Konto für´s Auslandsemester – Die Bargeldversorgung im Ausland sicherstellen

Immer mehr deutsche Studierende zieht es für ein oder zwei Semester ins Ausland. Waren im Jahr 2003 lediglich 64.800 Lernwillige auswärts unterwegs, erhöhte sich deren Anzahl nahezu kontinuierlich bis ins Jahr 2013 auf 134.500. So zeigt es eine Statistik des Hamburger Portals Statista. Dabei stellen nicht mehr nur nahe europäische Länder ein begehrtes Ziel für die Immatrikulierten dar. Auch exotische Ziele wie China, Australien und die Türkei locken jedes Jahr viele Studenten an.

Für viele Studierende stellt ein Auslandsemester ein Abenteuer dar, das aber auch finanziert werden muss. Denn Miete und Unterhaltskosten fallen selbst in Wien, Paris, Barcelona, Istanbul und anderen Traumzielen an. Wie sieht es also mit der Bargeldversorgung aus? Welche Möglichkeiten gibt es, um kostenlos auf Banken zugreifen zu können?

Zwei Möglichkeiten, die aber viele Probleme mit sich bringen können

Um an Bargeld im Ausland zu kommen, existieren grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder Studierende erledigen Bankgeschäfte über ihr bestehendes deutsches Konto oder sie wählen im Ausland eine dort ansässige Bank aus. Beides ist grundsätzlich möglich, kann in der Praxis aber zu großen Schwierigkeiten führen. Denn gerade viele deutsche Banken verlangen im Ausland für Abhebungen mit der Girokarte nicht unerhebliche Gebühren.

Diese erhöhen sich vielfach noch, wenn man nicht in Euro, sondern in einer Fremdwährung versorgt werden möchte. Verbraucherschützer mahnen deshalb zur Vorsicht und es ist ratsam die Gebühren der eigenen Bank früh genug zu prüfen. An diesem Modell verdienen oft die Banken kräftig mit.

Wer eine ortsansässige Bank wählt, verfügt zumindest über den vollen Service. Ein kostenloses Girokonto gibt es im Ausland meist genauso oft wie in der Heimat. Bei der Einrichtung und Umstellung muss man aber zum Teil mit kleineren Problemen rechnen. Häufige Schwierigkeiten, so informieren die Experten der Verbraucherzentralen, stellen Namen mit den Umlauten Ö, Ü und Ä dar. Auch der Buschstabe ß, der in vielen Ländern gar nicht existiert, kann von Computerprogrammen nicht verarbeitet werden.

Darüber hinaus kommt man nicht überall mit einer Meldebestätigung an ein Konto. Viele Banken verlangen ein anderes Nachweissystem. In England müssen Studierende beispielsweise oft zwei Rechnungen vorlegen, die als Rechnungsadresse die Meldeanschrift aufweisen. Wer gerade erst die Koffer ausgepackt hat, kann das vielfach nicht.

Ein Tipp, wenn es wirklich nur bei einem Auslandssemester bleibt

Ein Auslandssemester ist nach nur sechs Monaten vorbei. Wer die umliegenden Ferien noch nutzen möchte, um Land und Leute kennenzulernen, kommt auf acht oder neun Monate. Das ist zwar an sich ein langer Zeitraum; in der Praxis kommt man aber mit einem deutschen Konto sehr gut zurecht. Bei KontoRat finden Studierende eine Auswahl von Studentenkonten, die nicht nur kostenlos sind, sondern zum großen Teil auch Auslandsabhebungen ohne Gebühren ermöglichen. Über das Online-Banking hat man weltweit Zugriff auf sein Guthaben.

Das neuere SEPA-Verfahren hat in Europa vieles vereinfacht und zu einem Abbau von Kosten geführt. Die Miete und andere Rechnungen lassen sich so bezahlen. Um im Ausland an Bargeld zu gelangen, ist die Girokarte tatsächlich meist ungeeignet. Eine Verwendung ist mit hohen Gebühren verbunden.

Als Alternative bieten Banken allerdings schon heute Kreditkarten an. Diese sind in vielen Fällen kostenlos zum Girokonto erhältlich. Auch für eine Verwendung im Ausland fallen keine Gebühren an, solange es um Euro-Beträge geht. Wer hingegen Fremdwährungen am Automat ziehen will, muss mit Umtauschgebühren rechnen. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang, in regelmäßigen Abständen Geld vom Girokonto auf die Kreditkarte zu überweisen. Dann fallen auch keine Sollzinsen an.

 

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