Duales Studium – vorteilhaftes Zusammenspiel von Theorie und Praxis

Das duale Studium bietet für all jene eine gute Alternative, denen eine normale Hochschulausbildung zu trocken und zu praxisfern ist. Die Grundidee dieser Ausbildungsform besteht darin, Studierende zweigleisig, also theoretisch und praktisch, auszubilden. Bei der ausbildungsintegrierten Variante erwerben die Teilnehmer nicht nur einen akademischen Grad, sondern auch einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

Welche Vorteile bietet ein duales Studium?

Der größte Vorzug dualer Studiengänge besteht in ihrer Praxisnähe. Im festgelegten Rhythmus wechseln die Studierenden zwischen ihrer Hochschule und dem Ausbildungsbetrieb. Dadurch erwerben sie in gleichem Maße theoretisches und praktisches Wissen und eignen sich zusätzlich folgende Schlüsselqualifikationen an:

  • praktisches Denken,
  • kreatives Auseinandersetzen mit Kollegen,
  • Teamfähigkeit und
  • Organisieren von Arbeitsabläufen.

Das duale Studium bietet außerdem monetäre Vorteile. Der Ausbildungsbetrieb zahlt den Studierenden ein monatliches Gehalt, mit dem sie finanziell unabhängiger sind als im traditionellen Vollzeitstudium. Oftmals übernehmen die Unternehmen auch die Kosten für die Hochschulausbildung.

Worin liegen die Schwierigkeiten dualer Studiengänge?

Eine der größten Schwierigkeiten des dualen Studiums stellt die Suche nach einem Praxisunternehmen dar. Die Studierenden sind hierbei in vielen Fällen auf sich allein gestellt. Eine Ausnahme bildet die private Hochschule der IUBH, die deutschlandweit über verschiedene Standorte verfügt und für ihre Studenten den gesamten Matching-Prozess übernimmt.

Wer dual studiert, setzt sich zudem einem höheren Leistungsdruck aus. Der Einstieg ist durch die Doppelbelastung relativ schwierig. Das Familienleben und Freizeitaktivitäten kommen häufig wesentlich kürzer als zuvor. Der straff organisierte Lehrplan erfordert ein gutes Organisationstalent und Selbstdisziplin.

Im Gegensatz zum klassischen Studium gibt es bei dualen Studiengängen keine Semesterferien. Den Studierenden stehen lediglich die in ihrem Ausbildungsbetrieb üblichen Urlaubstage zu. Wer lieber das typische Studentenleben genießen möchte, sollte es besser mit einer traditionellen Hochschulausbildung versuchen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen klassischem und dualem Studium?

Die klassische Hochschulausbildung findet in Vollzeit an Universität oder Hochschule statt. Studierende, die nebenbei arbeiten, tun dies in Form eines Nebenjobs, als Praktikant oder als Werkstudent. Das stark wissenschaftlich ausgerichtete Studium bietet einen optimalen Einstieg in die Bereiche Forschung und Wissenschaft.

Im dualen Studium können die Studenten ihr theoretisch erworbenes Wissen direkt im Praxisunternehmen anwenden, während die dort erlangten praktischen Kenntnisse beim Verstehen der Theorie helfen. Eine wissenschaftliche Vertiefung ist jedoch kaum möglich. Daher eignet sich diese Studienform nicht für Personen, die eine Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung anstreben.

Mit welchen Studiengängen können dual Studierende am besten in die Zukunft starten?

Vor allem in technischen Bereichen wie der Mechatronik oder dem Maschinenbau ist das duale Studium eine hervorragende Alternative zum theorielastigen Vollzeitstudium. Nicht weniger beliebt sind die Immobilienwirtschaft, das Wirtschaftsingenieurwesen und die Bauwirtschaft. Auch für die soziale Arbeit sind duale Studiengänge gut geeignet. Mit Blick in die Zukunft bieten sich außerdem Studienfächer im Bereich der erneuerbaren Energien an.

Grundsätzlich erfreuen sich Absolventen dualer Hochschulausbildungen einer großen Nachfrage in der Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent werden nach dem Studium von ihren Ausbildungsunternehmen übernommen und übernehmen rasch anspruchsvolle Aufgaben.

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