Kampfsport – Schulung von Körper und Geist

Kampfsportler wie Chuck Norris, Jackie Chan oder Jean-Claude Van Damme gehör(t)en zweifellos zu den größten Persönlichkeiten ihres Genres auf der Kino-Leinwand. Dabei war es besonders der Sino-Amerikaner Bruce Lee, der zu Beginn der 1970er Jahre einen Boom asiatischer Kampfkünste auslöste.

Seit dem haben Karate, Kung Fu & Co. nichts von Ihrer Faszination eingebüßt haben. Im Gegenteil: Seit Lee (bürgerlich: Lee Jun-Fan) 1971 im Kino seine “Todesfaust” kreisen ließ, erhalten immer mehr -neue und alte- Kampfkünste bei uns Einzug .

Der Weg ist das Ziel

Allen gemein ist, dass Sie grundsätzlich auf waffenlosen Nahkampf zur Selbstverteidigung setzen. Darüber hinaus gibt es auch Disziplinen, in denen zumindest mit Waffen trainiert wird. Schwert (Bokken) und Stock (Jo) aus Holz oder Bambus im Aikido, u.a. Hellebarden (Pu Dao) und Säbel (Dao) im Kung-Fu usw.

Sie im “echten” Leben mit sich zu tragen, ist natürlich nicht erlaubt. Dass Sie im Rahmen von Trainings und einstudierten Kampf-Abläufen (Kata) benutzt werden, ist der jeweiligen Tradition geschuldet. Prinzipiell gab es schon immer und überall Kampfsportarten (Capoeira in Brasilien, Ringen in Griechenland und Türkei, Schwingen in der Schweiz).

Doch, wenn wir heute von “Kampfsport” oder “Kampfkunst” sprechen, meinen wir vor allem die zum Teil jahrhundealten Kampftechniken aus Fernost, u.a.

Japan: u.a. Aikido, Judo, Karate, Kendo, Ju-Jutsu
China:
u.a. Tai-Chi, Wing-Tsun, BaGua-Zhang
Korea:
u.a. Taekwon-Do, Hapkido
Phillippinen: u.a. Escrima

Der Spruch “Der Weg ist das Ziel” wird ausgerechnet einem chinesischen Philosophen zugeschrieben, nämlich Konfuzius (ca. 551 – 479 v. Chr.). Nicht umsonst, schließlich geht es in den traditionell asiatischen Kampfkünsten nicht einfach darum, einen (oder mehrere) Angreifer zur Strecke zu bringen.

Auch spektakuläre Kunststücke (Bruchtests von Holz oder Ziegelsteinen), wie Sie zum Beispiel bei den Shows von Shaolin-Mönchen gezeigt werden, sind nur beeindruckende Oberflächen-Erscheinungen. Dahinter steht eine jahrelange Schulung der Einheit von Körper und Geist.

Die eigene Mitte finden

Kampfsport-Schüler sollen ein Bewusstsein entwickeln für “die eigene Mitte”, in der nach fernöstlicher Ansicht Kraft und Energie (Ki) wurzeln. Kampfsport bzw. Kampfkunst zu betreiben, heißt vor allem, als Mensch zu reifen – und über sich hinaus zu wachsen.

Ein Weg (Do), der wohl nie wirklich zu Ende ist. Doch am Anfang dieses Weges stehen Disziplin, Achtung vor dem Regelwerk und Respekt vor dem Gegner. Das bewusste Erleben von Kontemplation und Dynamik, von Besinnung auf sich selbst und Fokussierung aufs Ziel.

Paradigmen, die auch für das (moralische) Überleben in der modernen Zivilisation Mitteleuropas wichtig sind. Während des Trainings ist jeder Teilnehmer ein Schüler. Jeder kommt, um zu lernen. Und sei es nur, wie man als Unterlegener noch Haltung bewahrt.

Kampfkunst und Hochschulsport

Das macht Kampfsport so faszinierend, unabhängig von Kultur und Epoche. In nahezu jeder Hochschulstadt gibt es daher Möglichkeiten, Kampfsportarten zu praktizieren (u.a. in speziellen Schulen und Sportvereinen mit Kampfsport-Abteilungen).

Daneben gehören auch beim Hochschulsport Kurse in Taekwon-Do, Karate oder Wing Tsun erfahrungsemäß zu den beliebtesten. Darüber hinaus kooperieren viele Unis mit Trainern und Studios “neuerer” Kampfsportarten (Brasilianisches Jiu-Jitsu, Krav Maga, Mixed Martial Arts).

Die Trainings-Einheiten laufen üblicherweise ein Semester lang. Als Studenten trainieren Sie im Rahmen des Hochschulsports kostenlos oder für einen geringen Semesterbeitrag. Damit empfehlen sie sich besonders für Neugierige und Einsteiger.

Kampfsport-Bedarf

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