Kriterien für einen tollen Skiurlaub

Auch, wenn die Länge der Pisten ein ganz entscheidendes Kriterium ist: Wenn es darum geht, den richtigen Ort für ihre nächste Skireise zu finden, zählen weitere Faktoren. Art und Anzahl der Pensionen, Hotels und Restaurants zum Beispiel, oder der Flirt-Faktor in den Hütten beim Après Ski – oder diese hier:

Eine grundlegende Voraussetzung für jede Art von Wintersport ist die Schneesicherheit. Darunter versteht man die Wahrscheinlichkeit, dass an mindestens 100 Tagen jährlich soviel Schnee liegt, dass man im jeweiligen Gebiet Wintersport betreiben kann.

Schneesicherheit

Idealerweise sind das mindestens 30 Zentimeter. Wie schneesicher ein Ski-Gebiet ist, hängt unter anderem von seiner Höhe ab, aber auch dem örtlichen Klima. Durch die globale Erderwärmung erhöht sich auch die Schneegrenze zusehends. Um der drohenden Verwaisung zu entgegenzuwirken, werden die Pisten immer häufiger künstlich beschneit. In der Nähe von Gletschern hingegen können Sie häufig auch im Sommer noch skifahren.

Pisten für alle Ansprüche

Am Skiort Ihrer Wünsche angekommen, sollte es natürlich genügend Strecken für alle Niveaus geben. Fortgeschrittene sind bei flachen kurzen Abschnitten schnell gelangweilt, während Anfänger mit steilen, langen Abfahrten (und der unmittelbaren Nähe von selbsterklärten Pistenprofis) heillos überfordert sein dürften.

Nicht zuletzt, um Unfälle zu vermeiden werden Pisten (Abfahrt) und Loipen (Langlauf) international einheitlich mit Farben markiert:

  • Grün = Sehr leicht, vor allem für Anfänger geeignet.
  • Blau = Leichte Piste (Neigung unter 25 Prozent)
  • Rot = Mittelschwere Pisten (Neigung unter 40 Prozent)
  • Schwarz = Schwere Pisten (Neigung über 40 Prozent)

Lifte

Abwärts geht’s bekanntermaßen immer. Und dann? Um den Berg wieder hinauf zu kommen, benötigt ein Skigebiet genügend Lifte. Schließlich wollen Sie im Urlaub Ihre Zeit mit Skifahren verbringen, nicht mit Schlangestehen.

Die meisten Skigebiete publizieren die Art und Anzahl ihrer Pisten, Loipen und Lifte online oder auf Papier. Bei weiteren Fragen helfen Ihnen die Mitarbeiter der Fremdenverkehrszentralen weiter.

Aktivitäten vor Ort

Doch auch weitere Aspekte spielen eine Rolle auf Skireisen. Die Größe des Skigebietes hat zum Beispiel ebenso einen Einfluss auf die Bestimmung des Urlaubsziels wie die Erreichbarkeit mit Zug oder PKW bzw. die Anbindung an Nachbargebiete.

Familien werden Kinder-Skikurse oder kompetente Betreuungsangebote für den Nachwuchs zu schätzen wissen. Wer nicht nur wegen der sportlichen Betätigung, sondern auch zum Feiern in den Winterurlaub fährt, informiert sich über aktuelle Après-Ski-Partys.

Erkundigen Sie sich gegebenenfalls über die mit dem Skipass verbundenen Angebote. Häufig können Sie damit nämlich auch z.B. Bergbahnen und Skibusse anderer Skigebiete mit nutzen.

Auch im Skiurlaub: Verkehrsregeln beachten

Doch, egal wo Sie sich aufhalten: Wo viele Menschen aufeinander treffen, bedarf es einiger grundsätzlicher Regeln. Das ist im Straßenverkehr nicht anders als im Skigebiet. Tatsächlich werden bei Unfällen auf den Skipisten der Alpen jedes Jahr mehr Menschen verletzt als im Straßenverkehr, ermittelte die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 2011.

Wer zu schnell fährt oder sein Können überschätzt, gilt allgemein als “Pistensau”. Diese Zeitgenossen sind im Skiurlaub ebenso gern gesehen wie Raser vor dem Kindergarten. Daher: Halten Sie sich auch im Skiurlaub an die “Verkehrsregeln”. Dazu gehören:

  • Rücksicht: Verhalten Sie sich so, dass Sie keinen anderen Skifahrer oder Snowboarder gefährden.
  • Geschwindigkeit: Fahren Sie nur so schnell, wie es Können, Witterung und Gelände zulassen.
  • Abstieg / Aufstieg: Wer zu Fuß auf- oder absteigt, benutzt den Pistenrand.
  • Überholen: Sie dürfen von allen Seiten überholen. Aber wählen Sie die Spur so, dass von Ihnen Fahrende nicht gefährdet wird.
  • Einfahrt, Anfahrt, Hangaufwärts: Wer Fahrt aufnimmt (vor der Abfahrt, nach einem Halt oder hangaufwärts) muss sich vergewissern, dass er keinen anderen Wintersportler behindert oder gefährdet.
  • Anhalten: Stoppen Sie nicht an engen / unübersichtlichen Stellen (es sei denn, Sie müssen es). Wer stürzt, sollte die Bahn so schnell wie möglich frei machen.
  • Hilfeleistung / Ausweispflicht: Wer Zeuge eines Unfalls wird, hat unverzüglich Hilfe zu leisten. Darüber hinaus sollten Sie in jedem Fall ihre Personalien zu Protokoll geben können.

Darüber hinaus gilt: Beachten Sie die Hinweisschilder. Runde Schilder mit Zahlen darauf bezeichnen die Piste (wichtig, um bei einem Unfall Hilfe zu ordern), weiße Schilder mit rotem Rand untersagen z.B. das Slalomfahren oder das Schaukeln während der Fahrt mit dem Lift. Rechteckige warnen vor Lawinen etc.

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