Mensa-Essen: Knastküche oder Gourmettempel?

“Leerer Bauch studiert nicht gern”, lautet eine weitverbreitete Lehrmeinung. Damit die rund 2,2 Millionen Jungakademiker (Stand: WS 2010/11) an den 418 Hochschulen satt werden, unterhalten die Studentenwerke über 700 Mensen und Caféterien. Das heißt: Fast jeder Studi kommt zwischen Immatrikulation und Examen in den Genuss des Mensa-Essens.

Und das in der Regel günstig und vollwertig. Das heißt aber nicht, dass das immer auch ein “Genuss” ist, was er dabei vorgesetzt bekommt. Schließlich haben die akademischen Verpflegungsstätten seit jeher mit Vorurteilen zu kämpfen.

Vorurteile hartnäckig

Allen voran: “günstig = billig = minderwertig”. Und nicht selten haftet den Mensa-Betrieben der Ruf von anonymer Massenabfertigung und mangelnder Hygiene an. Daher untersuchen seit einigen Jahren unerschrockene Redakteure und Leser diverser Print-Magazine die Mensen deutscher Unis auf Zwiebelleber und Nieren.

Mensa-Tests: Qualitäts-Steigerung durch Konkurrenz

Neben “schmeckt” oder “schmeckt nicht” fließen dabei unter anderem Öffnungszeiten, Preise und Auswahl, Ambiente, Freundlichkeit der Mensa-Mitarbeiter sowie die Wartezeiten an der Ausgabe in die Bewertungen mit ein.

Die Erkenntnisse nützen nicht nur Studenten selbst zur Orientierung. Durch das Offenlegen von Stärken und Schwächen deutscher Mensen und Caféterien stehen die Studentenwerke erstmals in direkter Konkurrenz zueinander. Die Folge ist eine stetig steigende Qualität von Dienstleistung und Produkten.

Mensa-Essen: Besser als sein Ruf

Natürlich gibt es in diesem Wettbewerb immer wieder auch Ausreißer nach unten. Dennoch gilt für meisten: Die Mensa-Betriebe in Deutschland sind besser als ihr Ruf. Die Knastküche für angehende Akademiker gehört immer häufiger der Vergangenheit an. Stattdessen investieren die Studentenwerke regelmäßig in die Verpflegung von Studierenden.

Und so findet man dort nicht nur ein täglich wechselndes Angebot mehrgängiger Auswahl-Essen (z.T. auf Restaurant-Niveau), sondern auch bequeme Sitzgelegenheiten, ein ansprechendes Ambiente, freundliche Mitarbeiter, Öffnungszeiten bis in die Abendstunden und reibungslose Abläufe an der Essensausgabe. Kurz:

Alles, was der Studierende von heute braucht, um zwischen und nach den Veranstaltungen körperlich und seelisch aufzutanken.

Weiterführende Links

Unicum – Bundesweites Campus-Magazin, verleiht alljährlich Titel “Mensa des Jahres”

Ähnliche Artikel
Information  Für Diplomarbeiten gibt es nicht nur eine Abgabefrist. Auch Rahmenbedingungenwie Einschränkungen im Thema oder
Telefonieren, Nachrichten verschicken, mobil im Internet surfen: Das Handy oder Smartphone ist aus dem Alltag
Too high! - Dart kommt nie aus der Mode Das piepen, die Lichter und die