Was ist Fitness?

Im Prinzip dient jede Bewegung der Fitness. Dazu zählt das Umgehen von Fahrstühlen ebenso wie das Abo im Sport-Studio. Im besten Falle ist Bewegung  mehr als nur die Konservierungsarbeit an der sterblichen Hülle des Menschen. Schließlich wird idealerweise nicht nur der Körper, sondern auch der Geist trainiert.

Denn fit zu werden bedeutet auch, sich selbst etwas zu beweisen und Alltags-Ereignisse, die sonst die Psyche belasten würden, über den Körper rauszulassen.

Fitness: Vier gewinnt

Körperliche Betätigung allein ist nicht die Lösung aller Probleme. Aber häufig ein gutes Ventil bei Examensstress, Frust über eine verpatzte Klausur oder auch Beziehungs-Ärger.

Fitness stellt die Balance her: Zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Körper und Seele. Darum kursiert neben “Fitness” wahrscheinlich immer häufiger der Begriff “Wellness” (dt. etwa “Wohlbefinden”). Ein konsequentes Fitness-Training hat vier Komponenten:

Koordination

Koordination bezeichnet die Steuerung von Bewegungsabläufen. Hierbei bestimmt die “Schaltzentrale” im Kopf über das harmonische Miteinander von Gliedmaßen und Sinnesorganen. Sie entscheidet, wie wir uns bewegen, aber auch, wie wir auf Unverhergesehenes reagieren.

Stürze, Stolpern und abrupte Ausweichmanöver sind zum Beispiel regelrechte Herausforderungen für die Koordinations-Fähigkeit. Wer das Gleichgewicht halten und den Körper kontrollieren kann, kann das Unfallrisiko im Alltag noch einmal mindern.

Daher sollte das Gehirn von Zeit zu Zeit mit neuen Bewegungs-Situationen “gefüttert” werden. So wird es stetig gefordert, und kann im Bedarfsfall auf die Erinnerung zurückgreifen. Andernfalls wird nur der Körper gestählt, während der Kopf in den Routine-Modus schaltet. Gute Sportarten, um die Koordination zu trainieren sind zum Beispiel Tanzen oder Kampfsport.

Beweglichkeit

Wer ein Gespür für den eigenen Körper und seine Funktionen besitzt, unterstützt die seelische Gesundheit: Er fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes “wohl in seiner Haut”.

So dient ein gründliches Stretching vor dem Sport vor allem der Beweglichkeit. Es sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskulatur, außerdem löst es Verkrampfungen und Verhärtungen. Wer beweglich ist, vermindert außerdem das Unfallrisiko beim Training.

Kraft

Muskeln geben dem Knochengerüst nicht nur Halt, sie sind vor allem wahre Kraftwerke. Sie verbrennen die zugeführte Energie, sogar wenn Sie schlafen. Daher ist es wichtig, die Muskulatur regelmäßig zu fordern. Sit-Ups, Crunches, Liegestütze oder Kniebeugen gehören nicht umsonst zu den Grundübugen beim Krafttraining.

Sie sind einfach auszführen und halten gleich mehrere Muskelpartien auf Trab. Zumal sie auch unabhängig von Fitness-Studio-Verträgen oder teuren Geräten funktionieren. Was bei Unterforderung passiert, sieht jeder, der einige Wochen einen Gips tragen musste: Die Muskeln bilden sich zurück.

Dann setzen Ihre Kraftwerke weniger Energie um – und die Nahrung landet als Fettreserve an Bauch, Beinen und Po. Aber keine Angst: Genauso schnell lassen sich Muskeln auch wieder aufbauen. Es ist zuweilen nur ein bisschen mühsam.

Ausdauer

Anstatt zu Fuß zu gehen oder Rad zu fahren, nehmen viele lieber das Auto, selbst wenn die Expedition nur zum Bäcker geht. Damit schaden Sie nicht nur der Umwelt unnötig, vor allem tun Sie sich damit keinen Gefallen.

Auch, wenn der eigene PKW vor der Haustür steht: Wer einmal aus dem Stand einen Sprint einlegen musste, weil ihm sonst der Bus vor der Nase wegfahren würde, wird eine gute Ausdauer zu schätzen wissen. Gute Möglichkeiten, die Ausdauer zu trainieren sind Sportarten, die auf eine konstante Belastung des Körpers abzielen: Joggen, Schwimmen, Radfahren, aber auch Seilspringen oder Tischtennis.

Zudem fördert das Ausdauertraining die Verdauung und damit das Immunsystem. Folglich sind Sie nicht so anfällig für Krankheiten, haben einen stabileren Kreislauf und bleiben gelassener, selbst bei Stress in der Hochschule.