„Stromanbieter-­Wechsel“ für Studenten

Wie finden Studenten den richtigen Stromanbieter? Worauf sollten sie bei der Auswahl achten? Und welche Tarife sind die besten? Hier erhalten Sie die Antworten auf diese Fragen.

So finden Studenten den richtigen Stromtarif

Studenten sind in der Regel recht knapp bei Kasse, daher ist jeder gesparte Euro willkommen. Insofern ist ein Wechsel des Stromanbieters, durch den schnell 100 Euro und mehr gespart werden können und der mit ein paar Klicks im Internet erledigt ist, sehr sinnvoll.

Doch gerade bei Studenten ergeben sich auf Grund der besonderen Lebens­situation (Wohngemeinschaften, Wohn­heime, Aus­lands­aufenthalte, häufigere Umzüge) Besonderheiten, auf die bei der Auswahl des neuen Stromanbieters geachtet werden sollte.

Leider bieten Energieversorger keine speziellen Stromtarife für Studenten an. Insofern herrschen auf dem Markt für Studenten die gleichen Bedingungen wie für fast alle anderen Verbraucher. Den Stromanbieter wechseln kann aber jeder, der über einen eigenen Strom­anschluss sowie einen eigenen Stromzähler verfügt.

Für einen Vergleich mit einem Tarifrechner im Internet, wie Stromauskunft.de, sind lediglich die Postleitzahl und der (geschätzte) Jahresstrom­verbrauch in Kilowatt­stunden (kWh) erforderlich.

So wechseln Studenten den Stromanbieter

Viele Tarife können direkt online abgeschlossen werden. Der neue Anbieter kümmert sich dann um die Kündigung des alten Vertrages und übernimmt die lückenlose Versorgung mit Strom.

Für den Wechsel wird die Zählernummer und der Zählerstand beim Einzug oder zu dem Zeitpunkt, an dem der Anbieterwechsel in Kraft treten soll, benötigt.

Da die Stromversorgung ist gesetzlich garantiert ist, muss niemand fürchten,

plötzlich im Dunkeln zu stehen.

Diese Informationen benötigt der neue Stromanbieter:

  • Postleitzahl des Wohnortes
  • Jahresverbrauch in kWh
  • Nummer des Stromzählers
  • Stand des Stromzählers
  • Persönliche Daten & Bankverbindung

Es kommt auf die Wohnsitutation an

Wer ein Appartement oder eine Wohnung gemietet hat, der sollte sich am besten schon 8 Wochen vor dem Einzug einen neuen Stromanbieter suchen, da der Anbieterwechsel ein paar Wochen dauert.

Wer das nicht macht, landet erstmal automatisch im Grundversorgungstarif des lokalen Anbieters. Diese Tarife sind in der Regel recht teuer, insofern sollten Studenten da schnellstens wieder raus.

Die Grundversorgungstarife können mit einer Frist von einem Monat zum Ende des nächsten Monats gekündigt werden. Die meisten Grundversorger bieten auch günstigere Online-Tarife an.

Für Studenten, die in einer Wohngemeinschaft wohnen, gilt im Prinzip das Gleiche. Die Mitbewohner sprechen sich untereinander ab und wählen gemeinsam einen neuen Anbieter aus. Dabei muss sich ein WG-Mitglied bereit erklären, den Vertrag mit dem Versorger abzuschließen und die Kosten auf die Mitbewohner umzulegen.

In Studentenwohnheimen gibt es in der Regel nicht für jedes Zimmer einen eigenen Stromzähler, sondern die Strom­kosten werden anteilig nach der Wohnungsgröße umgelegt. Ein indivi­dueller Anbieter­wechsel ist in diesem Fall nicht möglich.

Die richtigen Einstellungen im Stromrechner

Mit ein paar Tipps und Tricks sowie den richtigen Einstellungen im Stromrechner können Studenten eine ganze Stange Geld sparen. Dabei ist es wichtig, neben dem Preis auch auf die Vertragsbedingungen des Tarifes zu achten. Stromtarife mit Vorauskasse oder Tarife mit langen Laufzeiten und langen Kündigungsfristen sind für Studenten in der Regel nicht geeignet.

Folgende Einstellungen empfiehlt StromAuskunft.de für Studenten:

Vertragslaufzeit

Möglichst kurz, um bei einem Umzug oder Auslandssemester schnell aus dem Vertrag rauszukommen.

Unsere Empfehlung: Maximal 12 Monate, besser kürzer.

Kündigungsfrist

Möglichst kurz, um bei einem Umzug oder Auslandssemester schnell aus dem Vertrag rauszukommen. Unser Tipp: Im Kalender den ersten möglichen Kündigungstermin notieren und dann im Vorfeld überprüfen, ob sich ein erneuter Wechsel lohnt.

Unsere Empfehlung: Je kürzer, desto besser.

Anschlusslaufzeit

Auf kurze Fristen achten. Wenn der Vertrag für ein Jahr geschlossen wurde, sollte er sich danach nicht automatisch um ein weiteres Jahr verlängern.

Unsere Empfehlung: Am besten Tarife ohne automatische Verlängerung abschließen.

Preisgarantie

Eine Preisgarantie ist sinnvoll, da die Verbraucher damit vor frühzeitigen Preiserhöhungen abgesichert sind. Die Preisgarantie sollte dabei auch für höhere Kosten bei der Strombeschaffung oder bei höheren Netzentgelten greifen.

Unsere Empfehlung: Einfache Preisgarantie für 12 Monate.

Tarife mit Vorauskasse

Hier besteht die Gefahr, dass das im Voraus gezahlte Geld weg ist, zum Beispiel bei einer Insolvenz des Versorgers. Das ist auch schon vorgekommen, zum Beispiel bei der Teldafax-Pleite im Jahr 2012. Zudem schränken Vorauskasse-Tarife die Flexibilität bei einem Umzug oder Wohnortwechsel deutlich ein.

Unsere Empfehlung: Keine Tarife mit Vorauskasse abschließen.

Tarife mit Kaution: Nein

Von Tarifen mit Kautionszahlungen raten wir generell ab, da uns viele Kunden von Problemen bei der Rückzahlung der Kaution berichtet haben.

Unsere Empfehlung: Keine Tarife mit Kaution abschließen.

Tarife mit einmaligen Bonus: Jein

Mit dem einmaligen Bonus haben Verbraucher die Möglichkeit, im ersten Jahr sehr viel Geld zu sparen. Allerdings in der Regel nur im ersten Jahr. Für Studenten, die mindestens ein Jahr in ihrer Wohnung bleiben und nach einem Jahr den Anbieter erneut wechseln, ist das die beste Möglichkeit, Geld zu sparen. Alle anderen sollten auf den einmaligen Bonus verzichten, da dieser meistens an die Mindestlaufzeit gekoppelt ist. Wichtig ist hier auch, rechtzeitig zu kündigen und wieder zu wechseln, da diese Tarife im zweiten Jahr häufig nicht mehr die günstigsten sind.

Unsere Empfehlung: Ja, unter obigen Auflagen.

Ökostromtarife: Ja

Jeder, der etwas für die Umwelt tun möchte, sollte auch einen Ökostromtarif abschließen. Am besten dann gleich richtig und zwar die Option „nur mit Gütesiegel” aktivieren. Dort sind insbesondere das ok-Power Label sowie das Grüner Strom Label empfehlenswert. Eine Übersicht über die verschiedenen Labels finden Sie hier.

Unsere Empfehlung: Ökostromtarife abschließen.

Strompakete: Nein

Einige Stromanbieter bieten Tarife an, bei denen die Verbraucher den Strom für ein Jahr im Voraus kaufen können. Diese sogenannten „Prepaid-Modelle” sind in der Regel sehr günstig, haben aber den Nachteil, dass der nicht verbrauchte Strom verfällt und zusätzlich benötigter Strom teuer nachgekauft werden muss.

Unsere Empfehlung: Keine Pakettarife abschließen. Das ist nur in Ausnahmen sinnvoll, wenn man den Stromverbrauch sehr genau abschätzen kann.

Der Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von StromAuskunft.de

Anne Klein
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