Unheilig Konzerte

2010 war das Jahr des Grafen. Nach mehr als 10 Jahren, in denen Unheilig hauptsächlich innerhalb der deutschen Gothic- und Wave-Szene zu erleben waren, dominierte der gebürtige Aachener mit “Geboren um zu leben” und dem Album “Große Freiheit” monatelang die großen Mainstream-Charts.

Mit insgesamt 15 Wochen an der Spitze der Hitparaden stellte es den bisherigen Rekord von Herbert Grönemeyers Album “Ö” in den Schatten.

Ein Graf für Alle

Dabei war Unheiligs Erfolg bei der breiten Masse wohl nur eine Frage der Zeit. Schon die Vorgänger-Alben “Puppenspiel” und “Moderne Zeiten” platzierten sich in den Media Control Charts. Doch als daduch mit Universal eines der letzten Majorlabels auf die Band aufmerksam wurde, war es auch um den Indie-Status des unheiligen Grafen geschehen.

Und auch, wenn die (alten) Fans ihm Ausverkauf vorwerfen: Die Gratwanderung zwischen bretthartem Rammstein-Sound und schlagereskem Deutsch-Pop gehörte seit jeher zu Unheilig wie die zwei rasierten Dreiecke am Kinn des Sängers.

Seitdem ist der Mann, der trotz seiner sehr persönlich gefärbten Texte keine Details aus seinem (aktuellen) Privatleben preisgibt, nicht mehr aus Fernsehen, Radio und Internet wegzudenken. Dank der Unterstützung der großen Plattenfirma avancieren der Graf und seine Musik zum popularkulturellen Allgemeingut.

In öffentlich-rechtlichen Talkshows plaudert er über seinen Sprachfehler als Kind, in einem privat TV-Sender hilft er einem ehemaligen Bandgefährten bei der Wohnungssuche, und anschließend spielt der Graf bei Schlagerparaden und Preisverleihungen.

Ausverkaufte Stadion-Touren

Überhaupt sind Unheilig Auftritte mittlerweile zu Veranstaltungen für alle geworden. Für alle Medienformate sowieso, aber auch für die ganze Familie. Seit dem Erfolg von “Große Freiheit” sind Unheiligs Touren durch die Stadien der Republik regelmäßig ausverkauft.

Kinder zwischen 6 und 10 Jahren haben dazu freien Eintritt, und in den lebensbejahenden Zeilen und den schwelgerischen Melodien, die der Graf mit sonorem Bass intoniert, finden sich Jugendliche ebenso wieder wie die aufgeschlossene Elterngeneration.

Und selbst die Tatsache, dass Unheilig-Songs im Hintergrund von gefühlsduseligen Dokus über Menschen mit Behinderung laufen, passt ins Unheilig-Konzept. Schließlich sammelt der Graf mit seiner Stiftung “die Grafschaft” selbst Geld für Menschen in Not.

Von Musik und Auftreten mag man halten, was man will. Aber das kann man doch nun wirklich niemandem übel nehmen, oder?

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