Fernstudium – Pro & Kontra

Die Vorstellung klingt ideal: Studieren – wann, wo und wieviel Sie wollen. Zudem genießen Absolventen von Fernunis ein hohes Renommée bei Arbeitgebern. Doch an ein Fernstudium sind eine Reihe von Bedingungen geknüpft. Besser, Sie wägen im Vorfeld die wichtigsten Pros und Contra gegeneinander gegeneinander ab.

Einen der größten Vorteile haben wir schon eingangs erwähnt: Wer an einer Präsenz-Universität studiert, hat einen relativ ridigen Studienplan. Vorlesungen und Seminare, Tutorien und Übungen, die er verbindlich einhalten muss.

Kostenloses Infomaterial von Fernstudienanbietern

BildungsanbieterGratis Infomaterial
ILSInstitut für Lernsysteme (ILS)
  AKAD – privater FernhochschulverbundAKAD – privater Fernhochschulverbund
  FEBFernakademie für Erwachsenenbildung (FEB)
  DGSStudiengemeinschaft Darmstadt (SGD)
  HAFHamburger Akademie für Fernstudien (HAF)
  Wilchelm BüchnerWilhelm Büchner Hochschule
  Wilchelm BüchnerIUBH International University of Applied Science
  Europäische FernhochschuleEuropäische Fernhochschule
  Fernuniversität HagenFernuniversität Hagen
  Fernuniversität HagenIWW - Weiterbildung im Fernstudium
  Apollon HochschuleApollon Hochschule für Gesundheit
  Studienwelt LaudiusStudienwelt Laudius

Pro Fernstudium

Fernstudierende dagegen sind flexibel – räumlich ebenso wie zeitlich. Wo und wann Sie wieviel lernen (und wie Sie sich dieses Wissen aneignen), können Sie weitgehend selbst bestimmen: Vorlesungen “besuchen” Sie per Live-Stream, in Online-Foren tauschen Sie sich mit Ihren “Kommilitonen” aus und das Studienmaterial lassen Sie sich per Post zukommen.

Studierende benötigen in der Regel lediglich einen Internetanschluss (streng genommen noch nicht einmal den). Bei Fragen steht Ihnen der persönliche Betreuer per Telefon zur Seite. Selbst für Klausuren und Prüfungen wird lediglich ein Zeitraum (kein Zeitpunkt) festgelegt.

Abschluss trotz Jobs und Familie

Damit empfiehlt sich ein Fernstudium vor allem für Berufstätige, die sich neben dem Job weiterqualifizieren wollen. Aber auch für Eltern, die sich für die Kindererziehung eine Auszeit vom regulären Beruf genommen haben und sich so auf den Wiedereinstieg vorbereiten.

Erwerb von Schlüsselqualifikationen

Natürlich stellt ein Fernstudium auch besondere Anforderungen an die Lernenden: Sie müssen sich persönliche Ziele setzen und sich selbst motivieren können, auch wenn es mal schwierig wird. Die Mehrfachbelastung von Privatleben, Beruf und Studium verlangt außerdem ein gutes Zeitmanagement.

Dadurch erwerben Fernstudierende aber gleichzeitig eine Reihe von Schlüsselqualifikationen, die von potenziellen Arbeitgebern sehr geschätzt werden.

Contra Fernstudium

Die größte Hürde zum Examen per Fernhochschule sind wahrscheinlich die Kosten: Je nach Abschluss und Institut bewegen sich die Aufwändungen für Studiengebühren und Arbeitsmaterialien zwischen 100 und 300 Euro. Wer sich für ein Fernstudium interessiert, sollte sich stets vorab gründlich informieren, welche Kosten im Einzelnen anfallen.

Tipp: Die Investitionen in ein Fernstudium lassen sich häufig drosseln. Die Fernuniversitäten selbst gewähren Rabatte (z.B. für Angehörige von Bundeswehr bzw. Bundesfreiwilligendienst). Darüber hinaus gibt es zahlreiche staatliche staatliche Zuschüsse (z.B. Meister-BAföG) und Steuersparmodelle (z.B. Werbungskosten).

Dauer

Weiterhin gegen ein Fernstudium spricht häufig auch die Dauer: Vor allem, wer neben Beruf und/oder Familie zum Examen gelangen möchte, kann sich zeitlich nicht so sehr auf das Studium konzentrieren wie Vollzeit- bzw. Präsenzstudierende.

Dadurch dauert das gesamte Studium meist länger. Außerdem überschneiden sich während dieser Zeit natürlich Studium, Arbeit und Freizeit. Eine Mehrfachbelastung, die die Lebensqualität nachhaltig einschränkt.

Unterm Strich führt dies zu einer höheren Abbrecher-Quote als an anderen Universitäten. So verzeichneten die privaten Fernhochschulen im Jahr 2011 Rückgänge bis zu 35 Prozent, Präsenzunis hingegen durchschnittlich nur 24 Prozent.

Fehlende Sozialkontakte

Nicht zuletzt sind es die Kommilitonen und die gemeinsam geteilten Erfahrungen, die das Studium zu einem unvergesslichen Abschnitte im Leben vieler Akademiker machen. Doch: Ohne Campus kein studentisches Sozialleben.

Auch, wenn man im Fernstudium virtuellen Kontakt zu seinen Mitstudierenden und Dozenten hält: News-Groups und E-Mail-Verteiler sind natürlich kein adäquater Ersatz für WG-Leben und Fachschaftspartys, Verabredungen in Studi-Cafés usw.

Schließlich ist “Netzwerken” im Studium nicht nur geschäftsmäßiges Kontakteknüpfen, sondern ein wichtiger Schritt in der Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit.

Weiterführende Links

DIE ZEIT – Wöchenzeitung mit umfangreichem Campus-Teil