Sparen bei den Nebenkosten

Verbraucherzentralen und gebeutelte Mieter sind sich einig: Im Gegensatz zu den vertraglich vereinbarten Fixkosten bleiben die Nebenkosten einer Wohnung häufig nebulös. Häufig merkt man sie erst, wenn Sie auf dem Konto fehlen. Nicht umsonst werden die Nebenkosten daher als “zweiten Miete” bezeichnet.

Denn bei der Berechnung des monatlichen Budgets erscheint es nur kurzsichtig, allein die Kosten für den Wohnraum einzubeziehen. In erster Linie ist es der Verbrauch von Wasser, Strom und Gas, der die Nebenkosten in die Höhe treibt. Wie Sie im Alltag die Nebenkosten für Ihre Wohnung so niedrig wie möglich halten können, verraten wir hier:

Standby-Geräte

Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik haben häufig eines gemeinsam: Einen Stand-By-Modus. Das mag im Einzelfall bequem sein. Doch ziehen diese Geräte aber Strom – selbst, wenn sie nicht benutzt werden:

Plasma-TV,  der DVD-Recorder, der Sat-Receiver, und die Hi-Fi-Anlage sind allein schon wahre Stromfresser im Schlummer-Zustand. Hinzu kommen Küchenherd und Mikrowelle mit Digitalanzeige, die Gefrierkombi und und und. Daher:

  • Benutzen Sie ein Mehrfachsteckdose mit Sicherheitsschalter

So lassen sich mehrere Geräte (z.B. Schreibtischlampe, Computer, Monitor, Drucker und Scanner) gleichzeitig betreiben – und auch gleichzeitig ausschalten. Damit können Sie sichergehen, dass nichts aus Versehen an bleibt. Je nach Energie-Anbieter, Verbrauch und Anzahl der Geräte sind auf diese Weise locker 50 bis 80 Euro weniger Nebenkosten drin.

Kochen & Küche

Eier oder Kartoffeln kochen wie früher? Nein, danke. Bei der herkömmlichen Methode wird zuerst der Topf, dann das Wasser darin allmählich erhitzt. Zeitgemäßer sind handelsübliche Wasserkocher: Das kochende Wasser in den Topf gefüllt, nimmt dem Herd viel Arbeit ab.

Unter Strich geht das nicht nur schneller, sondern spart darüber hinaus auch noch Strom: 1,5 Liter Wasser, erhitzt in drei bis fünf Minuten, “kosten” so nur rund 5 Cent (abhängig von aktuellen Strompreis und Gerät).

  • Immer nur so viel Wasser erhitzen, wie sie gerade benötigen und
  • schalten Sie den Kocher möglichst schon vor der Siedepunkt aus.

Wärmflaschen und Tee benötigen z.B. kein kochendes Wasser. Für die Herdküche gilt:

  • Benutzen Sie immer einen Topf, der auch zur Größe der Kochplatte passt und
  • verschließen Sie den Topf mit einem passgenauen Deckel.

So verhindern Sie weiterhin, dass Energie unnötig entweichen kann. Und anschließend? Richtig: Früher oder später müssen Töpfe und Pfannen, Besteck und Geschirr gesäubert werden. Doch kein Grund, nach jedem Frühstück die Spüle in Beschlag zu nehmen. Hier kommt die Absolution für Abwasch-Muffel:

  • Spülen Sie lieber regelmäßig eine große Menge anstatt jedes Teil einzeln.

Schließlich werden nicht nur die Ressourcen auf der Erde knapper (so auch Trinkwasser) – weniger heißes Wasser aus dem Hahn bedeutet auch weniger Energieaufwand beim Erhitzen. Übrigens: Noch sparsamer in Sachen Strom und Wasser sind Spülmaschinen.

Vorausgesetzt, Sie lasten die Maschine voll aus, verbraucht sie zwischen 10 und 20 Liter Wasser in einem Spülgang. Um dieses Volumen zu erhitzen, benötigt sie im Schnitt 1 KWh Strom. Bei einem angenommen Preis von 35 Cent pro Kilowattstunde (KHh) ein recht günstiges Unterfangen.

Denn: Wer sich für dieselbe Menge Geschirr, Gläser und Besteck ans Spülbecken stellt, zahlt fast doppelt so viel  – genauer: 66 Cent-  für Wasser, Strom und Spülmittel. Das ermittelte Stiftung Warentest im August 2007. So lassen sich mit der Maschine pro Spülgang circa 31 Cent einsparen. Rein rechnerisch dauert es damit zwar immernoch rund 14 Jahre, bis sich die Spülmaschine vollständig amortisiert hat, aber was viel wichtiger ist:

Die Nebenkosten sinken – und der Freizeitwert steigt enorm!

Waschen & Duschen

Doch nicht nur in der Küche lässt sich durch ressourcenschonendes Verhalten dafür sorgen, die Rechnung der Nebenkosten zu minimieren. Auch im Badezimmer und beim Wäschewaschen können Sie weiterhin die Nebenkosten drücken:

  • Duschen sie lieber anstatt ein Vollbad zu nehmen.
  • Drehen Sie beim Zähneputzen / Händewaschen den Hahn zu.

Ein Garant für hohe Nebenkosten ist häufig auch die Waschmaschine. Vor allem halbvolle Maschinen verbrauchen vergleichsweise große Mengen Wasser. Fragen Sie doch gegebenenfalls Ihre Mitbewohner, ob Sie ihnen etwas Wäsche abnehmen können. Damit erweisen Sie dem Klima (intern wie global) einen Dienst. Außerdem:

  • Waschen Sie bei 40 Grad: Eine strikte Wäsche-Trennung wird so häufig unnötig.
  • Kochwäsche (95 Grad) ist dank moderner Waschmittel überflüssig

Preise vergleichen

Die effektivste Methode, an den Nebenkosten zu sparen ist jedoch, von vorn herein weniger zu bezahlen. Seit dem Fall der Monopole buhlen zahlreiche regionale und überregionale Energielieferanten um die Gunst Ihrer Kundschaft. Informieren Sie sich daher über den günstigsten Tarif für Ihre Bedürfnisse.

Weiterführende Links

Utopia – Verbrauchermagazin mit Tipps zu Energie und nachhaltigem Leben
Energie Sparen
– Infoportal zum bewussten Umgang mit Ressourcen und Finanzen
Infothema – Ratgeber zu Produkten und Dienstleistungen
Strom Magazin – Stromanbieter und Strompreis-Informationen

Check 24 – Preisportal: Strom, Gas, DSL, Finanzen, Reisen
Spar-Tarife – Nebenkosten vergleichen und sparen
Stromauskunft – Alles über Strom
Gasauskunft – Alles über Gas

Anne Klein
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